21:12 26 März 2019
SNA Radio
    Ein Bundeswehr-Soldat beim Fackelzug ( Archivbild)

    Gerichtsurteil: Bundeswehr darf Soldaten nach Hitlergruß feuern

    © Foto: U.S. Army Europe / 12th Combat Aviation Brigade Public Affairs / SGT Thomas Mort
    Politik
    Zum Kurzlink
    181444

    Ein früherer Marinesoldat, der mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben soll, hat gegen seine fristlose Entlassung geklagt. Doch ist er vor dem Verwaltungsgericht in Koblenz mit seiner Klage gescheitert. Dies teilt die „Zeit“ unter Berufung auf das Verwaltungsgericht Koblenz am Mittwoch mit.

    Der Zeitsoldat soll unter anderem in einer Diskothek den Nazi-Gruß gezeigt haben. Nach der Vernehmung von Zeugen stehe fest, dass der Kläger nicht nur den Hitlergruß gezeigt, sondern auch den Nationalsozialismus verherrlichende Parolen geäußert und eine Jacke mit NS-Symbolen getragen habe, entschied das Gericht.

    Nach einem Strafbefehl hatte der Soldat zunächst mit einem Einspruch vor dem Amtsgericht Recht bekommen. Die Bundeswehr entließ ihn trotzdem aus dem Dienst. Dagegen klagte der Mann und behauptete, es liege ein Missverständnis vor: Eine seiner Gesten beim Tanzen sei missverstanden worden.

    Vergebens, wie das Verwaltungsgericht befand. Der Soldat habe seine Pflicht zum achtungs- und vertrauenswürdigen und dem Ansehen der Bundeswehr gerecht werdenden Verhalten verletzt.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Weitere Aufstockung: Bundeswehr soll auf mehr als 200.000 Soldaten wachsen

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Bundeswehr, Gericht, Deutschland