10:17 22 Januar 2019
SNA Radio
    Eine Graffiti mit den Abbildungen der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des griechischen Premiers Alexis Tsipras in Athen (Archivbild)

    „Monumentale Zerstörung“ und „wilde Sparpolitik“ – Merkel erwarten Proteste in Athen

    © AFP 2018 / Louisa Gouliamaki
    Politik
    Zum Kurzlink
    14977

    Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am Donnerstag Griechenland. In Athen haben verschiedene Parteien und Organisationen Proteste angekündigt. Das Spektrum der Kritiker reicht nach Medienangaben von ganz links bis rechts außen.

    Nach Angaben des griechischen Fernsehsenders Skai werden rund um den Besuch der Kanzlerin mehr als 2000 Polizisten im Einsatz sein. Laut Deutscher Presseagentur haben verschiedene Organisationen und Parteien zu Protesten aufgerufen.

    Die linke, eurokritische Partei „Laiki Enotita“ (Volkseinheit) erklärte die Kanzlerin zur unerwünschten Person. Sie stehe für die „wilde Sparpolitik» und die „monumentale Zerstörung“ Griechenlands, heißt es nach Agenturangaben in einem Demonstrationsaufruf.

    Die rechtspopulistische Partei „Chrysi Avgi“ (Goldene Morgenröte) will laut DPA außerdem dagegen protestieren, dass Merkel sich für eine Einigung im Namensstreit zwischen Griechenland und dem Nachbarland Mazedonien ausspricht, das künftig «Nord-Mazedonien» heißen soll. Im Gegenzug soll Griechenland nicht länger eine Annäherung Mazedoniens an EU und Nato blockieren.

    Merkel wird am frühen Abend von Ministerpräsident Alexis Tsipras in seinem Amtssitz im Stadtzentrum empfangen. Am Freitag trifft die Kanzlerin unter anderem den griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    EU-Skeptizismus, Proteste, Sparprogramm, Schuldenkrise, Schulden, Bundeskanzlerin, Besuch, EU, Angela Merkel, Alexis Tsipras, Balkan, Europa, Deutschland, Athen, Griechenland