19:36 21 Januar 2019
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    „Seltsame Beziehung”: US-Ausschuss plant Sitzung zu Trump-Putin-Treffen

    © AFP 2018 / Mandel Ngan
    Politik
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    Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat die Absicht verkündet, Anhörungen über die Zusammenkünfte des Präsidenten Donald Trump mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin zu veranstalten. Zur selben Zeit will der Justizausschuss Medienberichten über eine FBI-Ermittlung von Trumps Beziehung zu Russland nachgehen.

    Grund für die geplanten Sitzungen des Auswärtigen Ausschusses waren neulich in den Medien aufgetauchte Informationen, wonach Trump Details seiner Gespräche mit dem russischen Präsidenten verschwiegen haben soll.

    „Jedes Mal, wenn sich Trump mit Putin trifft, wird dem Land nichts gesagt. Amerika verdient die Wahrheit und der Auswärtige Ausschuss wird versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Wir werden Sitzungen über die Geheimnisse abhalten, die um Trumps seltsame Beziehung zu Putin und seinen Kumpanen kursieren, und wie sich diese dunklen Handlungen auf unsere nationale Sicherheit auswirken“, erklärte der Vorstand des Auswärtigen Ausschusses, Eliot Engel.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf  US-Beamte berichtet, dass Trump Informationen über seine Treffen mit Wladimir Putin verborgen habe. Denn es gebe keine detaillierten Aufzeichnungen ihrer Gespräche.

    Trump selbst wies die Vorwürfe zurück. In einem Interview mit Fox News erläuterte es, dass er nichts verschweige, und bezeichnete die „Washington Post“ als Lobbyisten von Amazon. Zudem unterstrich er erneut, dass es keine Absprache mit Russland gebe.

    Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses wird laut seinem Vorsitzenden, Jerrold Nadler, Medienberichten nachgehen, wonach die Bundespolizei FBI untersucht haben soll, ob Trump für Russland und gegen US-Interessen gearbeitet hat.

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    Laut der Agentur Reuters wird der Ausschuss in den kommenden Wochen Schritte unternehmen, um sowohl die Maßnahmen des Präsidenten als auch die Reaktion des FBI auf dieses Verhalten besser zu verstehen. Gleichzeitig müsse versucht werden, die Ermittler vor den „zunehmend hitzigen Angriffen des Präsidenten” zu schützen.

    Die „New York Times” hatte zuvor berichtet, dass das FBI nach der Entlassung seines damaligen Chefs James Comey im Mai 2017 untersucht habe, ob von Trump womöglich eine Gefahr für die nationale Sicherheit ausgehe. Das FBI prüfte demnach auch, ob die Absetzung Comeys durch den republikanischen Präsidenten eine Behinderung der Justiz darstellte.

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    Das Weiße Haus nannte den Artikel „absurd”. Trump selbst sprach von einer Untersuchung „ohne Grund und ohne Beweise”. Zugleich kritisierte er „die korrupten ehemaligen Führer des FBI”.

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    Tags:
    Untersuchung, Internationale Beziehungen, FBI, Donald Trump, Wladimir Putin, USA, Russland