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    Warum Moskau-Peking-Bündnis „Amerikas Alptraum“ ist – National Interest

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    Politik
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    In seinem neuen Artikel über die wohl „größte strategische Gefahr“ für die Vereinigten Staaten schreibt das US-Magazin „National Interest“ über ein mögliches Bündnis zwischen Russland und China, das laut politischen Experten „sehr negative Konsequenzen“ in Washington haben kann.

    „Die gefährlichste Bedrohung für die USA wäre eine große Koalition Chinas und Russlands, die keine Ideologie, sondern sich gegenseitig ergänzende Missstände einen“, meint der Autor des Artikels „Amerikas Alptraum: Die chinesisch-russische Entente“, John Van Oudenaren, mit Verweis auf die Aussagen von Zbigniew Brezinski.

    >>>Mehr zum Thema: Warum fürchtet Washington Russlands und Chinas Politik? – US-Medien<<<

    In seinem Artikel beruft sich Oudenaren auf zwei Experten der Denkfabrik „Center for the National Interest“. Laut ihnen macht Washington eine erhebliche Fehleinschätzung, indem es keine Strategie zur Verhinderung der „zunehmenden Annäherung dieser einst erbitterten Rivalen“ umsetzt.

    Ihnen zufolge haben die USA ihre in der zweiten Hälfte des Kalten Krieges vorteilhafte Position verloren. Damals seien ihre Beziehungen zu Moskau und Peking besser als jene zwischen Russland und China gewesen.

    „Simes (der Präsident der Denkfabrik – Anm. d. Red.) bemerkte, dass russische Beamte und Experten die russisch-chinesische Partnerschaft als Allianz auf allen Ebenen außer dem Namen darstellen“ würden.

    Trotz der wachsenden Zusammenarbeit glaube Simes allerdings, dass eine offizielle Allianz zwischen den zwei Mächten unwahrscheinlich sei. Denn Peking würde befürchten, dass sich eine solche formelle Partnerschaft negativ auf die blühenden, aber fragilen Handelsbeziehungen zu den USA auswirken könnte.

    >>>Mehr zum Thema: Mit Goldbarren in der Hand: Moskau und Peking gehen auf den Dollar los<<<

    Auf der anderen Seite stehe China der Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland insgesamt äußerst positiv gegenüber, würde jedoch keine Maßnahmen zum Schutz der russischen Wirtschaft vor dem westlichen Druck ergreifen, die beispielsweise einen vollständigen Verzicht auf den US-Dollar beim Handel beinhalten könnten.

    Oudenaren erinnerte an die Worte des Botschafters Chinas in den Vereinigten Staaten, Cui Tiankai, der angemerkt hatte, dass China an der Zusammenarbeit mit Russland und anderen Partnern zur Schaffung einer multipolaren Welt interessiert sei, statt sich ständig in einem bipolaren Konflikt auf Moskaus Seite gegen Washington zu befinden.

    Trotz einer fehlenden offiziellen Allianz glaubt Simes, dass die russisch-chinesischen Beziehungen für Moskau strategisch wirksam sind.

    „Allein das Gefühl, dass sie eine chinesische Option haben könnten, ermutigt sie, härter, mutiger und optimistischer in Bezug auf ihre Fähigkeiten zu sein, ohne sinnvolle Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten überleben zu können“, zitiert ihn Oudenaren.

    US-Analytiker haben längst mit Skepsis die Möglichkeit einer tiefen Kooperation zwischen China und Russland betrachtet. Allerdings unternahmen die USA unbewusst Schritte, die die zwei Länder einander näher brachten.

    Nun ist „die schwierigste Frage“ den Experten zufolge, wie Washington auf diese Annäherung reagieren soll.

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    Alptraum, US-Experten, Bündnis, Zusammenarbeit, The National Interest, USA, Russland, China