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    Der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi (Archiv)

    Sanktionen gegen Russland „temporär“ und „instrumental“ – Rom

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    Politik
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    Der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi hat sich am Montag in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Corriere della Sera“ zu den antirussischen Sanktionen geäußert. Das Interview wurde auf der offiziellen Internet-Seite der Zeitung veröffentlicht.

    Dem Minister zufolge sollten die gegen Moskau verhängten Sanktionen, über welche im Rahmen der EU und der Nato entschieden worden sei, die „Einhaltung des internationales Rechts“ stimulieren.

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    „Aus diesem Grund und aus Loyalität zu unseren Verbündeten haben wir uns (den Sanktionen – Anm. d. Red.) angeschlossen“.

    Moavero Milanesi wies auf die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs mit Russland hin. Die Sanktionen sollten nicht zu einer „permanenten Strafe“ führen.

    „Es muss ausdrücklich hervorgehoben werden, dass ein konstruktiver Dialog bewahrt werden muss, deswegen bleiben die Sanktionen temporär, instrumental und dürfen nicht zu einer Art permanenten Strafe führen“, so der Minister.

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    Noch im Juli hatte Italiens neuer Ministerpräsident Giuseppe Conte in einer Rede vor dem nationalen Parlament vorgeschlagen, die Anti-Russland-Sanktionen der EU nicht automatisch zu verlängern.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich wegen der dramatischen Situation in der Ukraine verschlechtert. Die westlichen Länder verhängten etliche Sanktionen gegen Russland, woraufhin Moskau Gegenmaßnahmen einleitete. Es erklärte zudem, dass die Sprache der Sanktionen kontraproduktiv sei.

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    Tags:
    Verlängerung der Sanktionen, Sanktionsdruck, Sanktionspolitik, Politiker, Diplomatie, Sanktionen, Wiedervereinigung der Krim mit Russland, Krim-Referendum, NATO, Enzo Moavero Milanesi, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, EU, EU-Länder, Europäische Union, Europa, Italien, Russland, Ukraine