13:42 18 Juni 2019
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    Namensreferendum in Mazedonien, 30. September 2018

    Moskau: Umbenennung Mazedoniens – ein weiterer Schritt Richtung Nato

    © Sputnik / Aleksei Witwizki
    Politik
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    Laut einem Kommentar des russischen Außenministeriums erfolgt die Umbenennung Mazedoniens im Rahmen einer fremdbestimmten Einziehung des Landes in die Nato.

    Die Fortsetzung des „aufgezwungenen Prozesses einer künstlichen Umgestaltung des Staatsnamens zur forcierten Einziehung des Landes in die Nato“ sei dem Ressort zufolge offensichtlich.

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    „Dies verstößt gegen das mazedonische Gesetz. Die Position des Staatschefs der Republik Mazedonien und die Meinung der Mehrheit der Menschen, die das ‚Prespa-Abkommen‘ ablehnen, werden ignoriert“, heißt es.

    Das Außenministerium betonte, dass die fortwährenden Proteste in Skopje und anderen mazedonischen Städten eine tiefe Polarisierung der Gesellschaft aufweisen.

    „Es ist offensichtlich, dass ein solcher Weg zur Lösung von Fragen, die für die Zukunft des Landes eine nationale Bedeutung haben, nicht den Willen seiner Bevölkerung widerspiegelt und nicht als Instrument für eine langfristige Regelung des Problems des Staatsnamens dienen kann“, fügte die Behörde hinzu.

    Im Juni hatten Athen und Skopje ein Abkommen unterzeichnet, mit dem der langjährige Streit um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Republik gelöst werden soll. Demnach soll das Land künftig den Namen „Republik Nordmazedonien“ tragen.

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    Am Freitag hatte das mazedonische Parlament in Skopje der Namensänderung des Landes zugestimmt. Das Parlament in Athen muss die Namensänderung ebenfalls ratifizieren, damit sie wirksam werden kann. Sie soll der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik den Weg in die Europäische Union und die Nato ebnen, sorgt aber für Kritik.

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    Tags:
    Prespa-Abkommen, EU, NATO, Außenministerium Russlands, Russland, Griechenland, Mazedonien