14:56 24 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    201425
    Abonnieren

    Ein Fortschritt im Dialog über den Friedensvertrag zwischen Japan und Russland ist ohne Anerkennung der russischen Souveränität über die Kurileninseln durch Tokio undenkbar. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau nach den Verhandlungen mit seinem japanischen Amtskollegen Taro Kono.

    „Das ist unsere Basisposition. Ohne Schritte in diese Richtung wird ein Vorankommen auch zu anderen Fragen kaum möglich sein. Wie haben unsere Freunde in Japan darauf aufmerksam gemacht, dass das Problem der Souveränität über die Inseln nicht diskutabel ist, weil das russisches Territorium ist. Wir haben sie auch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Inseln laut japanischer Gesetzgebung als ‚nördliche Territorien‘ bezeichnet werden, was für Russland absolut unannehmbar ist“, sagte der russische Chefdiplomat.

    Lawrow zufolge hatten Moskau und Tokio vor zwei Jahren bei Verhandlungen zwischen Präsident Wladimir Putin und Regierungschef Shinzo Abe neue Projekte gemeinsamer ökonomischer Aktivitäten auf den Kurileninseln vereinbart. „Es ging aber um keine groß angelegten Projekte. Jetzt haben wir uns aber auf ambitiöse Projekte geeinigt, an denen zuständige Staatsstellen beider Länder tüfteln werden“, sagte Lawrow.

    Abe wird Ende Januar in Moskau erwartet. Geplant sind Verhandlungen mit Putin. Dabei wird der Friedensvertrag ganz oben auf der Agenda stehen.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Gewaltiger Eisberg mit Forschern kippt plötzlich um – Video
    Atomenergie: Putin erinnert an seinen Scherz über Brennholz für Europa
    So wirkt sich Migration auf Fremdenfeindlichkeit aus – Studie in Ostdeutschland
    Russlands Dominanz auf globalem Getreidemarkt nimmt weiter zu – Bloomberg
    Tags:
    Souveränität, Verhandlungen, Taro Kono, Sergej Lawrow, Kurilen, Russland, Japan