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    Von USA bemängelte russische Rakete verstößt nicht gegen INF-Vertrag – Experte

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    Politik
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    302015

    Die russische Rakete 9M729, wegen der die USA Russland einen Verstoß gegen den INF-Vertrag zur Last legen, kann mit einer Reichweite von 476 Kilometern diesen Vertrag über das Verbot von Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite nicht verletzen. Das erklärte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, am Dienstag in Moskau.

    „Die Amerikaner behaupten, dass Russland gegen den INF-Vertrag verstößt. Sie begründen ihre Position damit, dass Russland Raketen mit einer Reichweite von über 500 Kilometern erprobt.“ Dabei sei die 9M729-Rakete mit verbesserten Charakteristika gemeint, die bei Tests aber nur 476 Kilometer weit geflogen sei. Die US-Seite sei darüber eingehend informiert worden, sagte Patruschew in einem Interview der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

    Er erinnerte daran, dass jede Seite laut Vertrag keine bodengestützten ballistischen Raketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern sowie keine Startanlagen dazu besitzen darf.

    US-Außenminister Mike Pompeo hatte am 4. Dezember 2018 erklärt, dass Russland zwei Monate Zeit hat, um Verstöße gegen den INF-Vertrag zu beseitigen. Ansonsten würden die USA ihre Verpflichtungen aus dem Vertrag aussetzen. Zudem rufen die USA Russland auf, die Rakete 9M727 (NATO-Code: SSC-8) aufzugeben oder sie zu modifizieren, damit sie nicht mehr unter den Vertrag fällt.

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    Russland weist jegliche Anschuldigungen zurück und behauptet, den INF-Vertrag strikt einzuhalten.

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    Tags:
    Experte, ballistische Rakete, Abrüstung, Verstoß, INF-Vertrag, Iskander, NATO, Pentagon, Verteidigungsministerium Russlands, Außenministerium Russlands, US-Außenministerium, US-Außenamt, US-State Department, Mike Pompeo, USA, Russland