10:12 23 April 2019
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    Nord Stream-Pipeline-Bau (Symbolbild)

    US-Botschafter Grenell nennt Grund für Drohungen wegen Nord Stream 2

    © Sputnik / Igor Sarembo
    Politik
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    Eventuelle US-Sanktionen gegen deutsche Unternehmen, die im russischen Energieexport-Sektor arbeiten, sind laut dem US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, darauf zurückzuführen, dass Washington sich angeblich Sorgen um die Energiesicherheit Europas sowie den Gastransit durch die Ukraine macht.

    Wie Grenell in einem Interview mit der deutschen Zeitung „Rheinische Post“ sagte, hat Russland das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 entwickelt, allein um den Gastransport über die Ukraine zu meiden. „Es wurde nur aus einem Grund entwickelt: Um für den Transport von russischem Gas auf dem Weg nach Europa eine alternative Route zu schaffen, die nicht durch die Ukraine führt“, sagte der Botschafter. 

    Außerdem äußerte Grenell, dass Nord Stream 2 negative Auswirkungen auf Europa haben werde. Laut dem US-Botschafter könnte Moskau Energie als Waffe gegen Europa einsetzen. 

    „Hier steht die europäische Einheit auf dem Spiel“, sagte er. Dabei weigerte er sich zu sagen, welche konkreten Sanktionen die USA gegen deutsche Firmen in  Zukunft verhängen können. 

    Wie seinerzeit der österreichische Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in einer gemeinsamen Erklärung äußerten, sei das wahre Ziel solch einer US-Politik, russisches Erdgas vom EU-Markt zu verdrängen, um das teure US-Flüssiggas dorthin zu verkaufen und so US-Arbeitsplätze zu sichern. 

    Energiemarkt-Experten haben bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass in Energieprojekten wie Nord Stream 2 keine Rede um eine einseitige Abhängigkeit des Kunden vom Lieferanten sein könne: Der Lieferant ist ebenso abhängig von dem Kunden, und alle Marktakteure tragen die gleiche Verantwortung. 

     

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    Tags:
    unlauterer Wettbewerb, Energiemarkt, Flüssiggas, Androhungen, Abhängigkeit, Transit, Sanktionen, Nord Stream 2, Richard Grenell, EU, USA, Russland, Ukraine