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18:00 21 August 2019
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    Türkische Militärtechnik im syrischen Afrin  (Archivbild)

    Damaskus will sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen „türkische Aggression“ wehren

    © Foto : Sputnik Türkiye / Hikmet Durgun
    Politik
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    Ankara bereitet laut dem syrischen Außenministerium einen neuen Aggressionsakt gegen die Arabische Republik vor. Damaskus will sich mit allen verfügbaren Mitteln dagegen verteidigen. So reagierte Syrien auf die Erklärung des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan, wonach die Kurden nicht an der Bildung einer Sicherheitszone teilnehmen würden.

    Wie der Pressedienst der Behörde unter Verweis auf eine Quelle mitteilte, seien Erdogans Erklärungen ein Beweis dafür, dass die Türkei „die Terroristen bei Verhandlungen in Astana (Kasachstans Hauptstadt) beschützt und nur die Sprache der Okkupation und Aggression spricht“.

    „Syrien wird den Versuch, seine territoriale Integrität zu verletzten, als eine offensichtliche Aggression und Okkupation sowie als Unterstützung des internationalen Terrorismus und als einen Anstoß zu dessen Ausweitung seitens der Türkei betrachten, gegen welchen Syrien bereits acht Jahre lang kämpft“, heißt es.     

    Damaskus will mit allen verfügbaren Mitteln laut dem Außenministerium sein Territorium vor jeglicher Aggression schützen, darunter auch „vor der türkischen Okkupation“.  

    Am Dienstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass die kurdischen Selbstverteidigungskräfte YPG nicht an der Bildung einer Sicherheitszone im Norden Syriens teilnehmen würden. 

    US-Präsident Donald Trump hatte Ankara zuvor mit Wirtschaftsmaßnahmen gedroht, sollte es die syrischen Kurden angreifen. Das löste eine scharfe Reaktion seitens Ankaras aus. Zudem hatte Trump betont, die Bildung einer 30 Kilometer tiefen Pufferzone in Syrien sei nötig.   

    Zuvor hatte Recep Tayyip Erdogan die Bereitschaft von Ankara verkündet, eine Operation am Ostufer des Euphrat sowie in der syrischen Stadt Manbidsch gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG einzuleiten, wenn die Vereinigten Staaten sie von dort nicht abziehen sollten. Nach einem Telefongespräch mit Donald Trump und angesichts des erklärten US-Truppenabzugs entschied sich Erdogan jedoch, den Beginn der Militäroperation in Syrien zu verschieben.

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    Tags:
    Reaktion, Aggression, Außenministerium, kurdische Selbstverteidigungskräfte YPG, Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, USA, Türkei, Syrien