00:35 18 November 2019
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    Ursula von der Leyen mit Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

    Von der Leyen: Bundeswehr wird Afghanistan bei US-Abzug verlassen

    © AP Photo / Thomas Peter
    Politik
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    Bei einem US-Truppenabzug aus Afghanistan wird die Bundeswehr das Land ebenfalls verlassen. Dies sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegenüber der „Zeit“. Es gelte die Devise „Gemeinsam rein, gemeinsam raus“.

    „Die Bundeswehr ist nie allein unterwegs, sondern immer nur in Bündnissen und Koalitionen“, sagte die CDU-Politikerin der Wochenzeitung „Die Zeit“.

    „Gemeinsam rein, gemeinsam raus. Diese Devise gilt heute auch noch.“ Dies gelte für die Italiener genauso wie für die Briten. „Und für uns auch.“

    Zugleich warnt sie vor einem kompletten US-Abzug aus dem Nahost-Land: Die afghanische Regierung sei allein noch nicht in der Lage, die Sicherheit im Land zu gewährleisten.

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    Deutschland ist seit 17 Jahren mit rund 1150 Soldaten vor allem im Norden Afghanistans präsent, die als Teil des Nato-Einsatzes „Resolute Support“ afghanische Sicherheitskräfte ausbilden. 58 deutsche Soldaten haben am Hindukusch ihr Leben verloren. Die Kosten der Auslandsmission belaufen sich bisher auf mehr als zehn Milliarden Euro.

    Die USA sind mit rund 14.000 Soldaten vor Ort. Im Dezember war aus Regierungskreisen in Washington bekanntgeworden, dass Trump davon mehr als 5000 Soldaten abziehen will. Trump hat auch einen Truppenabzug aus Syrien angekündigt. Seine Entscheidung begründete er damit, dass die Terrormiliz Islamischer Staat* (IS) besiegt sei. Es wird erwartet, dass der US-Abzug mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

     

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    Tags:
    Militär, Abzug, Truppenabzug, Truppen, Soldaten, Bundeswehr, Donald Trump, Ursula von der Leyen, Hindukusch, Afghanistan