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    Luftbetankung des deutschen Tornado-Kampfflugzeugs (Archiv)

    Kritik am Bundeswehr-Tornado: „Alles nur des Geldes wegen“

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    Politik
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    Das Bundesverteidigungsministerium müsse dringend die Tornado-Nachfolge klären, fordert die Zeitung „Die Welt“. Der deutsche Jagdbomber sei inzwischen museumsreif. Eine „PR-Kampagne“ und „vorgegaukelte Besorgnis“ nennt ein Militärexperte diese Forderung.

    Ein „museumsreifer Klassiker mit Frustpotenzial“ – so bezeichnet „Die Welt“ den Mehrzweckjet der deutschen Luftwaffe. Es gebe inzwischen mehrere Museen, in denen man sich den Tornado anschauen könne. „Das rege Interesse der historischen Sammlungen belegt, dass es sich beim Tornado um einen wirklichen Klassiker handelt“, so die Zeitung.

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    Dennoch hat das Verteidigungsministerium laut dem Blatt geplant, das Kampfflugzeug bis 2025 im regulären Dienst zu behalten. Dabei gebe es mehrere Probleme mit dem Jet.

    Eines davon: Die Pilotenausbildung für das Waffensystem in den USA bedeute einen „unverhältnismäßig hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand“, stellte die Luftwaffe laut der Zeitung fest. Die Ausbildung finde zwar seit bald zwei Jahren in Deutschland statt. Nur seien seit April 2017 lediglich ein Pilot und vier Waffensystemoffiziere ausgebildet worden – ein laut der Zeitung eher bescheidenes Ergebnis.

    „Schließlich kommen die üblichen Personal- und Materialsorgen der Bundeswehr hinzu“, schreibt „Die Welt“. Doch der Waffenexperte Professor Boris Uswjazow, Leiter des Expertenrats für Verteidigung in der russischen Duma, sagte im Sputnik-Interview: „Es steht gar nicht so schlecht um die deutsche Armee, die Bundeswehr ist kampffähig.“ Die Kritik im Artikel der „Welt“ sei nur ein weiterer PR-Versuch, „eine vorgegaukelte Besorgnis, um Geld aus dem Haushalt des Landes zu pumpen“.

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    Laut der „Welt“ steht der Tornado-Nachfolger immer noch nicht fest, auch aus politischen Gründen. Die Luftwaffe würde den Kauf eines US-Flugzeugs bevorzugen. Airbus aber wolle der Bundeswehr den Eurofighter als Tornado-Nachfolger verkaufen, schreibt „Die Welt“. Der Konzern argumentiere mit dem Erhalt der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze in Deutschland.

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    PR, Nachfolger, Dienst, Kampagne, Kritik, Tornado, Deutschland