06:30 22 Oktober 2020
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    Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Donnerstag zu einem eintägigen Besuch in Serbien eingetroffen. In einem Interview am Vortag versicherte Putin, dass Russland Belgrads Wunsch auf die EU-Mitgliedschaft respektiere.

    „Anders als unsere westlichen Partner, versuchen wir nicht, Belgrad ein künstliches Dilemma aufzuzwingen und Serbien vor die Wahl zu stellen, ob es mit Russland oder mit der Europäischen Union gehen will“, sagte Putin gegenüber der serbischen Zeitung „Vecernje Novosti“. Das vollständige Interview wurde auf der Webseite des Kremls veröffentlicht.

    In der heutigen Welt gehe der Zusammenschluss von Staaten und die Bildung von Allianzen dynamisch voran. Daraus entstehen laut Putin vielversprechende Strukturen:

    „Wir sind deshalb davon überzeugt, dass weder Serbiens Bestrebungen für eine Integration in Europa noch Russlands Mitgliedschaft in der Eurasischen Wirtschaftsunion unsere beiden Länder daran hindert, ihre vielfältige Zusammenarbeit zu verstärken.“

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    Putin betonte weiter, dass Russland „viele Freunde auf dem Balkan“ habe. Serbien nehme jedoch als strategischer Partner „eine besondere Stellung“ ein.

    Die Vorwürfe der westlichen Politiker, die Russland als „destabilisierenden Faktor“ auf dem Balkan bezeichnen, wies der russische Staatschef zurück: Ein ernsthafter Faktor der Destabilisierung in der Region seien dagegen die USA und einige westliche Staaten. Putin erinnerte in diesem Zusammenhang an die Nato-Bombenangriffe auf Jugoslawien ohne Uno-Mandat im Jahr 1999 und an die Aufnahme Montenegros in die nordatlantische Militärallianz – „trotz der Haltung der Hälfte der Bevölkerung“. Dabei hätten die Behörden des Balkan-Staates kein ernsthaftes Referendum riskiert.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Wahl, Aleksandar Vučić, Wladimir Putin, Serbien, Russland