23:11 20 November 2019
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    IOC-Standort in Lausanne

    IOC soll Beweise für Unschuld russischer Athleten verheimlicht haben

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    Politik
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    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) soll Beweise für die Unschuld russischer Sportler vor den Olympischen Spielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang verheimlicht haben. Dies ist einer Mitteilung der Anwaltskanzlei Christof Wieschemann zu entnehmen, die die Interessen mehrerer russischer Sportler vertreten hat.

    „Das IOC hatte zudem die Verfahrensrechte der Athleten schwer verletzt und der Verteidigung und dem Gericht sogar entlastende Beweismittel vorenthalten“, heißt es in der Mitteilung.

    Für die vom Wada-Informanten Grigori Rodtschenkow erhobenen Behauptungen bezüglich der Vorgänge in Sotschi gebe es keinen faktischen Beweis. Rodstchenkow habe sich selbst in Widersprüche und offenkundige Unwahrheiten verstrickt. „Die Geschichte war auf keinen Fall so, wie er sie bis heute erzählt. Dies hätte auch Prof. Mclaren frühzeitig erkennen müssen (…)“, so die Anwaltskanzlei weiter.

    Der Ex-Chef des Moskauer Anti-Doping-Labors und Kronzeuge der Internationalen Anti-Doping-Agentur (WADA), Grigori Rodtschenkow, war Anfang 2016 in die USA geflüchtet. Auf seinen Vorwürfen gegen russische Sportler basieren die Ermittlungen zum angeblichen Staatsdoping in Russland.

    Die vom Sportfunktionär Denis Oswald geleitete Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte im vergangenen Jahr 43 russische Sportler, die an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 teilgenommen hatten, der Verletzung von Anti-Doping-Regeln für schuldig erklärt und eine lebenslange Olympiasperre gegen sie verhängt. Nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes in Lausanne wurde die Sperre von 28 Sportlern aufgehoben. Bei weiteren elf Sportlern wurde der lebenslange Bann durch ein Teilnahmeverbot an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang ersetzt.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Kein „nächtlicher Dopingproben-Austausch“: Moskau überreicht Wada Beweise

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    Tags:
    Welt-Antidoping-Agentur (WADA), IOC, Grigori Rodtschenkow, Russland