22:50 27 Januar 2020
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    Deutsche Behörden haben im vergangenen Jahr so viele Flüchtlinge in andere EU-Staaten überstellt wie nie zuvor. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

    Von Januar bis Ende November 2018 wurden 8658 ausreisepflichtige Asylsuchende in andere EU-Staaten abgeschoben, so das Blatt unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke. Im Jahr 2017 gab es demnach 7102 solcher Überstellungen.

    Laut der Zeitung handelte es sich 2018 in jedem dritten Asylverfahren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) um einen sogenannten Dublin-Fall. Das Dublin-Abkommen legt fest, dass jener EU-Staat für den Asylbewerber zuständig ist, den dieser als erster betreten hat. „Dieses System gilt jedoch als unausgewogen und nur schwer durchsetzbar“, heißt es im Bericht.

    Das Bamf habe in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 insgesamt 51.558 Mal andere EU-Staaten um Übernahme von nach Deutschland geflohenen Menschen ersucht. In 35.375 Fällen hätten die angefragten Länder zugestimmt.

    Hauptzielland der innereuropäischen Abschiebungen sei dabei Italien gewesen, wohin fast jeder dritte Flüchtling gebracht worden sei.

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    Tags:
    Asylverfahren, Flüchtlinge, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Ulla Jelpke, Italien, Deutschland