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17:21 23 September 2019
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    Wladimir Putin (r.) und Schinzo Abe nach den Verhandlungen in Moskau am 22. Januar 2019

    Putin und Abe geben nach Treffen in Moskau gemeinsame Presseerklärung ab

    © Sputnik / Alexej Druschinin
    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und der japanische Regierungschef Shinzo Abe haben nach ihrem Treffen in Moskau am Dienstag, dem 22. Januar, eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben. Sputnik übertrug aus der Hauptstadt.

    Nach den Gesprächen, die mehr als drei Stunden gedauert hatten, fassten Putin und Abe die besprochenen Probleme kurz zusammen.

    Bei der anschließenden Presseerklärung äußerte Putin, das Treffen sei in einer sachlichen und konstruktiven Atmosphäre verlaufen.

    Viel Zeit habe bei den Verhandlungen die Besprechung der Aussichten eines Friedensabkommens zwischen Russland und Japan in Anspruch genommen, betonte Putin.

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    Die Teilnehmer hätten sich daran interessiert gezeigt, einen Friedensvertrag zu schließen — nun stehe eine mühselige Arbeit in diese Richtung bevor.

    Die Bedingungen des Vertrages sollten für die Völker der beiden Länder annehmbar sein und von der Öffentlichkeit unterstützt werden, hob er hervor.

    Zudem verwies der russische Staatschef auf die Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder. In diesem Bereich seien zwar deutliche Leistungen erreicht worden, von einem qualitativen Umschwung sei vorläufig jedoch nicht die Rede, sagte er. Russland und Japan könnten ihren Warenumsatz um das Anderthalbfache auf 30 Milliarden US-Dollar steigern.

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    So gebe es beispielsweise gute Aussichten für einen Aufschwung bei der Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft, so Putin. Das russische Gasunternehmen Gazprom, die Firma Mitsui und die Gruppe Mitsubishi würden zurzeit im Rahmen des Öl- und Gasförderprojekts Sachalin-2 bereits die dritte Fertigungslinie in einem Flüssiggaswerk bauen, sagte er.

    Der japanische Premier verkündete in der Presseerklärung, die Außenminister der beiden Länder würden im Februar am Rande der Sicherheitskonferenz in München eine weitere Gesprächsrunde zu dem Friedensabkommen abhalten. Außerdem sollten zukünftig auch Sondervertreter von Russland und Japan Verhandlungen führen.

    Darüber hinaus gab Abe eine Vereinbarung mit Putin bekannt, Beziehungen zwischen dem russischen und dem japanischen Verteidigungsministerium zu fördern. Abschließend sagte er, er warte auf einen Besuch des russischen Präsidenten in Japan im Juni 2019.

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    Tags:
    Shinzo Abe, Wladimir Putin, Japan, Moskau, Russland