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    Soldaten der venezolanischen Nationalgarde während Ausschreitungen in Caracas

    Meuterei in der Nationalgarde wird Venezuela nicht destabilisieren - Experte

    © REUTERS / Carlos Garcia Rawlins
    Politik
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    Am 21. Januar soll „eine kleinere Gruppe von Personen“ versucht haben, eine Revolte in einer Einheit der Bolivarianischen Nationalgarde in Caracas zu organisieren und Waffen zu stehlen. Allerdings wurden die Rebellen festgenommen.

    Laut von Sputnik befragten Experten handelt es sich bei der medialen Aufarbeitung dieses Vorfalls wie auch bei dem Vorfall selbst  allerdings um eine „Inszenierung“ bzw. ein „Schauspiel“, die gegen die venezolanische Regierung gerichtet sind.

    „Wir Venezolaner haben uns schon an so etwas gewöhnt – es ist nicht das erste Mal, dass solche Schauspiele organisiert werden“, sagte der venezolanische Politologe Basem Tajeldine gegenüber Sputnik. Nach seiner Auffassung ist das nur ein Anlass für Medien, die Führung des Landes unter Druck zu setzen.

    Sein Kollege Sergio Rodríguez Gelfenstein stimmte zu, dass internationale Medien „alle Informationen zum Thema Venezuela an die große Glocke hängen“, und betonte, dass der jüngste Zwischenfall „Teil der Aggression ist, die nicht nur im militärischen und wirtschaftlichen Aspekt, sondern auch als psychologischer Druck zum Ausdruck kommt“.

    „Das war nicht einmal die ganze Abteilung, sondern nur 14 Soldaten, die Waffen in die Hände genommen und eine Revolte gewagt haben“, so der Experte. Nach seinen Worten steht „sehr viel Geld auf dem Spiel. Wer solche Revolten wagt, wird sehr gut bezahlt, aber unter solchen Menschen gibt es keine Selbstmörder – sie geben sofort auf, wenn sie umzingelt werden.“

    „Das ist eine Inszenierung (…), Teil der Strategie zur Erschöpfung der Kräfte, die gegen die Regierung gerichtet ist“, ergänzte Tajeldine.

    Gelfenstein verwies seinerseits auf die jüngsten Berichte darüber, dass US-Präsident Donald Trump ein militärisches Szenario gegen die legitime Regierung Nicolás Maduros erwägt habe.

    Zudem betonte der Politologe, dass die Ereignisse am 21. Januar „ein beunruhigender Faktor“ seien, der aber „irrelevant für die Stabilität der Regierung“ sei.

    „Aus politischer Sicht könnte das bedeutend sein, wenn es sich um eine Nachhaltigkeit handeln würde. Aber es ist offensichtlich, dass das Kommando der Streitkräfte die Situation voll und ganz kontrolliert“, stellte Gelfenstein fest.

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    Tags:
    Machtumsturz, Ausschreitungen, Putsch, Aufstand, Nationalgarde, US-Außenamt, US-Außenministerium, US-State Department, Weißes Haus, Hugo Chavez, Donald Trump, Mike Pence, Mike Pompeo, Nicolás Maduro, Venezuela, USA