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    Die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin (r.) und Recep Tayyip Erdogan. Moskau, 23. Januar 2019

    Moskau über Position des Westens zum Verfassungskomitee Syriens erstaunt – Putin

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    Russland ist über die Position westlicher Partner zur Bildung des Verfassungskomitees in Syrien erstaunt, erklärte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Moskau. „Wir sind aber geduldig und werden mit ihnen weiter arbeiten.“

    Putin verlas aus einem im Namen der ständigen Vertreter Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens bei den Vereinten Nationen verfassten Schreiben an den UN-Generalsekretär. „Ihr Sondergesandter (Staffan) de Mistura sollte keine Erklärungen hinsichtlich des Verfassungskomitees billigen, die die Garanten des Astana(-Prozesses) am 18./19. Dezember abgeben werden“, hieß es in dem Papier unter anderem.

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    „Das war für uns eine Überraschung“, fuhr Putin fort. Ihm fehlten die Worte, um diesen Appell an den UN-Generalsekretär zu kommentieren, sagte der russische Präsident.

    „Aber wir werden natürlich Geduld aufbringen und die Arbeit auch mit ihnen fortsetzen. Wir verstehen zwar nicht ganz gut, worauf sich diese Haltung stützt, und ich habe bereits Gespräche mit meinen Kollegen in Frankreich und in der BRD — über die Außenministerien gehabt, hoffen wir jedoch darauf, diese Arbeit so aufzubauen, dass das Vertrauensniveau wiederhergestellt werden wird", so Putin.

    Erdogan teilte auf der Pressekonferenz mit, dass die Befreiung Syriens von der Terrormiliz Daesh (IS) und der kurdischen Miliz YPG das Hauptziel Ankaras in Syrien ist. „Das ist unsere Pflicht. Ich habe die russische Seite davon in Kenntnis gesetzt. (…) Wir werden unseren gemeinsamen Kampf gegen die Terrororganisationen fortsetzen und unsere Koordinierung verstärken", sagte Erdogan.

    Zudem gab der türkische Staatschef bekannt, er habe mit seinem russischen Amtskollegen die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge aus der Türkei besprochen. In der Türkei gebe es etwa vier Millionen syrische Migranten, sagte er. „Nach unseren Einsätzen in Syrien kehrten mehr als 300.000 nach Haues", fügte er hinzu.

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    Der türkische Präsident war am Mittwoch zu Verhandlungen mit Putin in Moskau eingetroffen.

     

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    Tags:
    Verfassungskomitee, Überraschung, Position, Westen, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Türkei, Syrien, Russland