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02:04 19 September 2019
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    Visafreiheit

    Saakaschwili sieht in EU-Visafreiheit große Gefahr für Ukraine

    © Sputnik / Sergey Kirkach
    Politik
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    Der georgische Ex-Präsident und Ex-Gouverneur des ukrainischen Schwarzmeergebietes Odessa, Michail Saakaschwili, hat in einem live via Facebook übertragenen Auftritt gemutmaßt, dass der Wegfall der EU-Visapflicht die Ukraine zugrunde richten könnte.

    Saakaschwili zufolge führt die Visafreiheit dazu, dass die ukrainischen Bürger massenweise unter anderem auch nach Polen emigrieren. Polen habe sein Demografie-Problem völlig gelöst und entwickle sich auf Kosten der Ukraine und Georgiens, so der georgische Ex-Präsident.

    „Ich freue mich für Polen, aber für die Ukraine ist das sehr schlecht“, betonte Saakaschwili.

    EU-Visafreiheit für ukrainische Staatsbürger

    Ab Juni 2017 können ukrainische Staatsbürger, die über einen biometrischen Pass verfügen, ohne Visum in die Schengen-Staaten reisen. Der Aufenthalt in den Mitgliedsländern der Schengen-Zone ist für 90 Tage innerhalb von sechs Monaten erlaubt, dabei ist es nicht nötig, alle genehmigten Tage sofort zu nutzen.

    Eine Frau im weißrussischen Nationalkostüm
    © Sputnik / Ewgenij Koktysch
    Die Visafreiheit genehmigt keine Erwerbstätigkeit in den EU-Ländern. Als Zweck eines kurzen Aufenthalts kann Tourismus, Business, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, Besuch von Verwandten und Familienangehörigen dienen.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärt, Ukrainer hätten 20 Millionen Mal im Jahr ohne Visum die Grenze zur Europäischen Union überschritten.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Ukraine: Hunderttausende fliehen nach Wegfall der EU-Visumspflicht

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    Tags:
    Visafreiheit, EU, Michail Saakaschwili, Polen, Georgien, Ukraine