16:40 22 November 2019
SNA Radio
    Norbert Röttgen (CDU)

    Röttgen fordert Berlin zur Unterstützung von selbsternanntem Staatschef Guaidó auf

    © AFP 2019 / Tobias Schwarz
    Politik
    Zum Kurzlink
    553199
    Abonnieren

    Norbert Röttgen, hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge aufgefordert, es nicht bei Aufrufen zur Besonnenheit in Venezuela zu belassen. Laut dem Chef des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages sollte Berlin die „mutigen Kämpfer für die Demokratie“ in Venezuela unterstützen.

    „Die mutigen Kämpfer für die Demokratie in Venezuela brauchen internationale Unterstützung, auch die deutsche“, sagte der CDU-Politiker in einem Gespräch mit RP Online.

    Erfreulich klar habe sich EU-Ratspräsident Donald Tusk zugunsten der demokratischen Kräfte in Venezuela positioniert, lobte Röttgen. Anders als das linksdiktatorische Regime von Maduro verfüge Parlamentspräsident Guaidó über ein Mandat der Bürger.

    „Unverständlicherweise hat die Bundesregierung in der Stellungnahme von Außenminister Maas diese Klarheit bislang vermissen lassen“, bemängelte Röttgen.

    Vor dem Hintergrund der Massenproteste mit Todesopfern in Venezuela hatte sich der venezolanische Parlamentschef Juan Guaidó am Mittwoch zum Interims-Präsidenten erklärt. US-Präsident Donald Trump und lateinamerikanische Staaten erkannten Guaidó als Übergangspräsidenten an.

    Venezuelas gewählter Präsident Nicolás Maduro sprach von einem aus den USA choreographierten Putsch-Versuch. Auch Russland sieht hinter den Ereignissen eine Einmischung der USA. Das Außenministerium in Moskau warnte Washington vor einer Militärintervention in dem lateinamerikanischen Land. Die deutsche Bundesregierung forderte ihrerseits „freie und glaubwürdige Wahlen“ in Venezuela.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Giftige Politik“: Moskau über US-Vorgehen in Venezuela empört
    Trump verschiebt Rede zur Lage der Nation, Tote in Venezuela, China klont Affen