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23:57 23 Juli 2019
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    Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro bei Pressekonferenz in Caracas

    Venezuela: Maduro lehnt Rücktritt ab

    © REUTERS / Manaure Quintero
    Politik
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    Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro, den die Opposition am Mittwoch für abgesetzt erklärt hat, lehnt eine Amtsniederlegung ab und fordert die US-Diplomaten auf, sein Land zu verlassen. Dabei ist er nach eigener Aussage bereit, mit Oppositionschef Juan Guaidó zu verhandeln.

    Er sähe keinen Grund, aus dem Amt auszuscheiden, sagte Maduro, der erst am 10. Januar eine zweite Amtszeit angetreten hat, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Caracas. Dabei bekräftigte der 56-Jährige seine Bereitschaft, mit der Opposition zu sprechen.

    In seiner Rede bekräftigte Maduro, dass die US-Diplomaten nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen binnen 72 Stunden Venezuela verlassen sollen, schlug jedoch mildere Töne gegenüber den USA an.

    „Ich habe zwar die Beziehungen, sowohl die politischen als auch die diplomatischen, zur Regierung Donald Trump abgebrochen. Aber unsere Beziehungen zu den USA bleiben bestehen und werden gedeihen wie noch nie. Denn die USA sind viel mehr als Donald Trump“, äußerte der venezolanische Staatschef.  Sein Land sei weiter bereit, den Staaten Erdöl zu verkaufen.

    Während der Massenproteste mit Todesopfern in Venezuela hatte sich der venezolanische Parlamentschef Juan Guaidó am Mittwoch zum Interims-Präsidenten erklärt. US-Präsident Donald Trump und lateinamerikanische Staaten erkannten Guaidó als Übergangspräsidenten an.

    Venezuelas gewählter Präsident Nicolás Maduro sprach von einem aus den USA choreographierten Putsch-Versuch. Auch Russland sieht hinter den Ereignissen eine Einmischung der USA. Das Außenministerium in Moskau warnte Washington vor einer Militärintervention in dem lateinamerikanischen Land. Die deutsche Bundesregierung forderte ihrerseits „freie und glaubwürdige Wahlen“ in Venezuela.

    Maduro hatte bereits im Dezember die USA beschuldigt, einen Staatstreich in seinem Land zu planen.

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    Tags:
    Nicolás Maduro, Venezuela