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13:04 13 November 2019
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan rechtfertigt Militär-Intervention in Syrien mit Abkommen von 1998

    © Sputnik / Alexei Witwitski
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Militäreinsatz seines Landes im Norden Syriens mit einem Abkommen aus dem Jahr 1998 gerechtfertigt: Dieses erlaube Ankara, das syrische Territorium bei einer bestehenden Bedrohung für die Türkei zu betreten.

    Erdogan machte laut der türkischen Zeitung "Habetürk" eine diesbezügliche Erklärung nach seinem Besuch in Moskau.

    „Ich glaube, dass das ein wichtiges Abkommen ist, das der Türkei erlauben wird, ihre wichtige Rolle in der Region zu demonstrieren“, so der türkische Staatschef.

    Es geht dabei um das sogenannte Adana-Abkommen. In dem Dokument verbietet die syrische Regierung die Aktivitäten der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) auf syrischem Boden.

    Die PKK kämpft seit 1984 für eine kurdische Autonomie in der Türkei. Ankara stuft die Organisation als terroristisch ein.

    Das Abkommen erlaubt zudem der Türkei, militärisch gegen die PPK in Syrien vorzugehen, sollte die syrische Regierung nicht imstande sein, ihr Versprechen einzuhalten.

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    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen den Vertrag angesprochen. Putin bezeichnete das Dokument als Grundlage für die Gewährleistung der türkischen Sicherheit.

    „Bis heute gilt das Abkommen zwischen Syrien und der Türkei aus dem Jahr 1998, in dem es gerade um den Kampf gegen den Terror geht“, so Putin. „Ich glaube, das ist eine Grundlage, die sehr viele Fragen hinsichtlich der Gewährleistung der eigenen Sicherheit durch die Türkei an ihren Südgrenzen deckt.“

    Damaskus beschuldigt Ankara des Vertragsbruchs

    Das syrische Außenministerium hat der Türkei inzwischen einen Verstoß gegen das Adana-Abkommen vorgeworfen. Ankara unterstütze Terroristen und habe einen Teil Syriens besetzt.

    Syrien habe sich hingegen stets an das Abkommen gehalten.

    „Doch das türkische Regime verletzt es seit 2011, indem es Terroristen finanziert und unterstützt, Kämpfer ausbildet und ihnen den Weg nach Syrien erleichtert“, zitiert das syrische Fernsehen einen Vertreter des Außenministeriums.

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    Tags:
    Militäreinsatz, Intervention, Militär, Kurden, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Syrien, Russland, Türkei