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    Migranten in Europa (Archiv)

    EU: Zuwanderung aus der Türkei nimmt deutlich zu

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    Der Zustrom von Migranten aus der Türkei in die Europäische Union ist im vorigen Jahr um 22 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 gestiegen. Nach Angaben der zuständigen EU-Kommission sind im Jahr 2018 insgesamt 50.789 Ankünfte aus der Türkei registriert worden.

    Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Kommission schreibt, handelt es sich bei den Ankömmlingen vor allem um Türken, Syrer, Iraker und Afghanen. Die Ankunftsländer seien Griechenland, Italien, Bulgarien und Zypern.

    Ankara hatte sich in einem Abkommen mit der EU verpflichtet, die See- und Landgrenzen der Türkei vom 18. März 2016 an so zu sichern, dass möglichst keine Migranten mehr illegal nach Europa gelangen können.

    Im Gegenzug wurden der Türkei bis zu sechs Milliarden Euro zugesagt — vor allem zur Versorgung der Schutzsuchenden im Land, deren Zahl sich nach türkischen Angaben auf rund 3,6 Millionen belaufe. Bisher wurden etwa drei Milliarden Euro gezahlt.

    Die EU-Kommission verweist in ihrem Bericht auf interne Schätzungen des Europäischen Zentrums für Migrantenschmuggel (EMSC) in Den Haag, laut denen „90 Prozent der Migranten, die in der EU ankommen, während der Reise durch kriminelle Organisationen unterstützt wurden“.

    Laut dem Bericht sind die Aufnahmezenten auf den griechischen Inseln stark überfüllt. Die für insgesamt 7.000 Plätze ausgelegten Unterkünfte werden von 14.600 Personen bewohnt.

    Seit April 2016 sind nur 1.800 Rückführungen von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei erfolgt.

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    Tags:
    Abkommen, Migranten, Zuwanderung, Welt am Sonntag, EU, Europa, Türkei