Widgets Magazine
19:24 12 November 2019
SNA Radio
    Huawei-Logo

    Wegen Kritik an US-Umgang mit Huawei: Kanadischer China-Botschafter gefeuert

    © REUTERS / Kacper Pempel
    Politik
    Zum Kurzlink
    313168
    Abonnieren

    Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat seinen Botschafter in China, John McCallum, abgezogen. Grund dafür war McCallums Kritik am Umgang der USA mit der Finanzchefin des chinesischen Konzerns Huawei.

    Trudeau teilte am Samstag mit, dass er McCallum zum Rücktritt aufgefordert habe. Dieser sei der Aufforderung nachgekommen.

    Der Diplomat hatte zuvor gegenüber der Zeitung „StarMetro“ gesagt, dass es „großartig“ wäre, wenn die USA den Auslieferungsantrag für die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou fallenlassen würden. Er soll zudem angedeutet haben, dass das Ganze politisch motiviert sei.

    Lesen Sie auch >>> „Rache des Drachen“ nach Huawei-Affäre? Kanadier droht Todesstrafe in China

    McCallum äußerte zudem die Hoffnung, dass bei einem Deal zwischen Washington und Peking im Fall Huawei die zwei in China festgenommenen Kanadier, Michael Kovrig und Michael Spavor, freigelassen werden könnten. Viele Analytiker sehen die Verhaftung von Kovrig und Spavor als Chinas Racheakt.

    Die Top-Managerin und Tochter des Huawei Gründers war im Dezember 2018 in Kanada auf Wunsch der USA festgenommen worden. Washington wirft ihr die Verletzung der US-Handelssanktionen gegen den Iran vor.

    Meng soll nach US-Darstellung Banken hinsichtlich der Geschäfte im Iran in die Irre geführt haben. Huawei hat indes einen Verstoß gegen die Iran-Sanktionen bestritten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Botschafter, Auslieferung, Festnahme, Huawei, Justin Trudeau, China, Kanada