11:19 18 Juni 2019
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    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro

    „Fast kindisch“: Venezuela akzeptiert Ultimatum der Europäer nicht

    © REUTERS / Miraflores Palace
    Politik
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    Caracas hat laut der Zeitung „El Universal“ in einer außerordentlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Samstag die Forderung von mehreren EU-Staaten nach baldigen Neuwahlen abgelehnt.

    Demnach bezeichnete Außenminister Jorge Arreaza den Appell als „fast kindisch“. Venezuela werde sich „von niemandem jegliche Entscheidungen oder irgendeine Ordnung aufzwingen lassen“.

    Die Sitzung war der Situation in Venezuela gewidmet und von den USA durchgesetzt worden, allerdings nur mit der minimal nötigen Anzahl von neun Stimmen.

    Wenige Tage nach der versuchten Entmachtung von Venezuelas Staatsoberhaupt Nicolás Maduro hatten Spanien, Frankreich und Deutschland von Maduro fast zeitgleich ultimativ Neuwahlen gefordert und anderenfalls gedroht, den selbsternannten Übergangspräsidenten Guaidó anzuerkennen.

    Acht Tage wollten die EU-Staaten Venezuela Zeit geben, um Wahlen abzuhalten.

    Die USA und einige lateinamerikanische Staaten erkannten Guaidó umgehend als Übergangspräsidenten an. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem aus den USA choreographierten Putsch-Versuch sprach.

    Zugleich erklärte sich Maduro wiederholt zu Verhandlungen mit seinen Gegnern bereit. Oppositionschef Guaidó lehnte Gespräche jedoch ab.

    Der Präsident der entmachteten Nationalversammlung von Venezuela (Asamblea Nacional), Juan Guaido, hatte sich am Mittwoch während der Proteste zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt.

     

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    Tags:
    El Universal, Juan Guaido, Jorge Arreaza, Nicolas Maduro, Spanien, Türkei, China, Frankreich, Deutschland, Russland, USA, Venezuela