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    Libyens Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch (l.) und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz

    Kurz bestätigt volle Unterstützung für libysche „Einheitsregierung“

    © AFP 2019 / APA / Hans Punz
    Politik
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    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat der libyschen Einheitsregierung bei einem Treffen mit Libyens Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch „volle Unterstützung“ seines Landes zugesichert.

    Der libysche Regierungschef war am Montag zu seinem ersten Arbeitsbesuch seit fast drei Jahren nach Wien gereist.

    Österreich habe ein „massives Interesse an Sicherheit, Stabilität und positiver Entwicklung in Libyen“, sagte Kurz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

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    Der Kanzler lobte Libyens Küstenwache, die im Kampf gegen illegale Migration eine „sehr, sehr positive Rolle“ spiele, und betonte, dass  dieser immer effektiver verlaufe. Auf Journalisten-Nachfrage erklärte er, Österreich könne der Küstenwache etwa durch technische Ausrüstung oder Trainings helfen.

    Anschließend äußerte er die Hoffnung, dass österreichische Unternehmen künftig ihre Tätigkeiten in Libyen ausweiten können.

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    In Libyen ist die Situation seit 2011 instabil. Damals wurde nach einer Intervention der Nato der libysche Staatschef Muammar Gaddafi gestürzt. Im Lande herrschen Stammes-Aufständische vor – bewaffnete Gruppierungen, die sich niemandem unterordnen. Vor diesem Hintergrund prosperieren Drogenhandel und illegaler Waffenhandel, es wurden Fälle von Sklavenhandel verzeichnet.

    Darüber hinaus verwandelte sich das Land de facto in einen Zwischenstopp für Einwanderer aus Afrika nach Europa. Zugleich entstanden in Libyen zwei Machtzentren – in Tripolis ist das die Regierung der nationalen Einheit mit Fayiz as-Sarradsch an der Spitze. Ihm leistet das Parlament in Tobruk unter Vorsitz von Aguila Saleh Issa im Osten des Landes Widerstand. Dort wurde ebenfalls eine Regierung gebildet.

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    Tags:
    Unterstützung, Treffen, Fayiz as-Sarradsch, Sebastian Kurz, Libyen, Österreich