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18:17 21 August 2019
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    Der nationale Sicherheitsberaters des Weißen Hauses John Bolton

    „5000 Soldaten nach Kolumbien“: Sacharowa äußert sich zu Boltons Notiz

    © REUTERS / Jim Young
    Politik
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    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat den von Journalisten entdeckten Text kommentiert, der im Notizblock des nationalen Sicherheitsberaters des Weißen Hauses John Bolton stand.

    Zuvor hatten internationale Medien, unter anderem die Zeitung „El Pais“, berichtet, dass während der gestrigen Pressekonferenz zu Venezuela im Notizblock von Bolton folgender Text gesichtet wurde: „5000 Soldaten nach Kolumbien.“ Ein Foto davon wurde auf Twitter veröffentlicht. Im Netz tauchten bereits Gerüchte auf, wonach die USA eine Militärintervention in Venezuela plane.

    Kommentar aus Kolumbien
    Der kolumbianische Außenminister, Carlos Holmes Trujillo, sagte dazu:

    „Was die Erwähnung von Kolumbien im Notizblock, den Mister John Bolton in den Händen hielt, angeht, sind uns der Sinn und Ursache dieser Notiz nicht bekannt“.

    Reaktion aus Moskau

    „Die Möglichkeit einer Militäreinmischung der USA in Venezuela deuteten mit unterschiedlichem Grad von Skrupellosigkeit viele in Washington an: Vom Präsidenten bis zu Vertretern seiner Administration“, so Sacharowa in ihrem Facebook-Account.

    „Der TV-Sender NBC teilte heute unter Berufung auf drei hochrangige Pentagon-Mitarbeiter mit, dass das amerikanische Militärkommando keine Militärs nach Kolumbien oder Venezuela schicke. Laut den Aussagen der Sprecher des TV-Senders verlegen die USA weder Militärs noch Militärtechnik und Ausrüstung in diese Staaten“, fährt sie fort.

    ​Ferner betonte Sacharowa, dass –wie immer – niemand offizielle Kommentare bekommen habe. 

    Sie verwies darauf, dass „die Rückkehr der Demokratie“ nach Venezuela, und „wenn man die Dinge beim rechten Namen nennt, die Destabilisierung der Situation in diesem Land gerade vom Territorium Kolumbiens verwirklicht wird“.

    „Und was ist mit der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Wahlen bis Cyber-Sicherheit, über die sich der kollektive Westen in den letzten Jahren besorgt zeigt – fragen Sie. Also, irgendwie so“, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

    Am Montag war berichtet worden, dass die USA neue Sanktionen gegen Venezuela eingeführt hätten. Betroffen ist in erster Linie die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA. Nahezu zeitgleich äußerte sich auch der Chef der Opposition Juan Guaido.

    Am Mittwoch begannen in Caracas Massenproteste gegen den agierenden Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro. Der Vorsitzende des Parlaments des Landes, Juan Guaidó, erklärte sich am selben Tag zum Interimsstaatschef für die Zeit einer Übergangsregierung. Die USA und eine Reihe anderer Länder erkannten Guaidó als solchen an und forderten vom venezolanischen Präsidenten Maduro, dessen Wahl sie als illegitim erachten, keine Gewalthandlungen gegen die Opposition zuzulassen. Maduro verkündete, er sei der konstitutionelle Präsident und nannten das Oberhaupt des oppositionellen Parlaments eine „Marionette der USA“.

    Darüber hinaus brach Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ab und forderte die US-Diplomaten auf, innerhalb von 72 Stunden das Land zu verlassen. Allerdings hatte sich US-Außenminister Mike Pompeo geweigert, dieser Forderung nachzukommen. Pompeo erklärte, dass Maduro nicht über die entsprechenden Vollmachten für das Treffen einer solchen Entscheidung verfüge.

    Aktuell haben neben den USA Brasilien, Kanada, Argentinien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama, Paraguay, Peru, Georgien, Albanien, Israel, Australien und eine Reihe anderer Länder den Status von Guaidó als Interimsstaatschef anerkannt.

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    Tags:
    Notiz, Militärs, John Bolton, Maria Sacharowa, Kolumbien, Venezuela, USA, Russland