06:33 22 April 2019
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    Dan Coats (Archiv)

    Wahleinmischung, Cyberattacken, Atomwaffen: US-Aufklärungschef spricht vor Senat

    © AFP 2019 / MANDEL NGAN
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    Der Direktor der nationalen Nachrichtendienste der USA, Daniel Coats, spricht am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats. Dabei soll es um die USA, Russland, China, den Iran und Nordkorea gehen.

    In dem veröffentlichten Bericht von Coats werden Themen der Cyberspionage und —attacken, die US-Präsidentschaftswahlen 2020, Atomwaffen und Irans Innenpolitik behandelt. Sputnik gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Themen und Statements von Coats.

    Russland

    Der Direktor der nationalen Nachrichtendienste erklärte unter anderem, dass Russland versuchen würde, sich in die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 einzumischen, und würde zu diesem Zweck soziale Netzwerke benutzen.

    „Russlands Bemühungen in sozialen Netzwerken konzentrieren sich weiter auf eine Zuspitzung der Spannungen – sozialen und rassischen. Das Vertrauen in die Behörden wird unterminiert; Politiker, die als russlandfeindliche wahrgenommen werden, werden kritisiert“, so Coats.

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    Unter allen möglichen Gegnern Washingtons werde Russland über das größte Militärpotential verfügen. 

    China

    Peking bleibe der „aktivste strategische Gegner, der für die Cyberspionage gegen die US-Regierung zuständig“ sei, so Coats.

    „China stellt eine ständige Bedrohung der Cyberspionage und eine steigende Bedrohung von Attacken auf unsere militärischen und wichtige Infrastruktursysteme dar“.

    Das Land sei fähig, Cyberattacken zu verüben, die eine lokale und temporäre Auswirkung auf die wichtigste Infrastruktur haben würden, wie etwa „Unterbrechung des Funktionierens von Gasleitungen in den USA für Tage und Wochen“.

    Iran

    Laut Coats werden im Iran in den nächsten Monaten neue Proteste erwartet. Diese sollen jedoch „unkoordiniert“ bleiben und „keine breite Unterstützung seitens der wichtigsten ethnischen und politischen Gruppen“ haben. Teheran sei bereit, den Unruhen mit „aggressiveren Sicherheitsmaßnahmen“ entgegenzutreten.

    Nach den Einschätzungen der US-Aufklärungsgemeinschaft übe der Iran keine Tätigkeit zur Entwicklung von Atomwaffen aus.

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    „Wir schätzen weiter ein, dass der Iran derzeit keine Schlüsselhandlungen bei der Entwicklung von Atomwaffen unternimmt, die wir für notwendig bei der Herstellung eines atomaren Sprengsatzes halten“, so der Direktor der nationalen Nachrichtendienste.

    Da Teheran seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen weiter einhalte, würde die Entwicklung von Nuklearwaffen statt einiger Monate ein Jahr in Anspruch nehmen.

    Nordkorea

    Die US-Aufklärung vertritt Coats zufolge die Ansicht, Pjöngjang würde nicht auf Massenvernichtungswaffen verzichten. Das widerspricht den Erklärungen der US-Administration, laut denen die aktuellen Verhandlungen mit Pjöngjang auf eine komplette Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel abzielen.

    „Die nordkoreanische Führung betrachtet Atomwaffen im Grunde als entscheidenden Faktor für das Überleben des Regimes“.

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    Tags:
    US-Wahlen, Nachrichtendienst, Präsidentenwahlen, geopolitische Gründe, Nuklearanlage, geopolitische Interessen, Länder, Kernwaffenmacht, Cyberkrieg, Cyberangriff, Aufklärung, Präsidentschaftswahlen, Cyber-Attacke, Waffenarsenal, Cyber-Armee, Computer, Kampf, Cyberattacken, Staat, Politiker, Militär, Cyber-Krieg, Konflikt, Geopolitik, Diplomatie, Politik, Krieg, Waffen, Spionage, Cybersicherheit, US-Senat, Daniel Coats, Dan Coats, Russische Föderation, Iran, Nordkorea, USA, Russland, China