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08:32 19 August 2019
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    Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro

    Welche Ziele verfolgen USA in Venezuela? – Maduro liefert Erklärung

    © Sputnik / Sergei Guneev
    Politik
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    Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat erläutert, welche Ziele die USA in Venezuela verfolgen.

    „Es gibt mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist, an das venezolanische Öl zu kommen, weil wir weltweit die größten Reserven an zertifiziertem Öl haben“, so Maduro gegenüber Sputnik.

    „Wir zertifizieren das, was dann zu den größten Goldreserven in der Welt wird; wir belegen bei den Gasreserven weltweit den vierten Platz; wir haben große Diamanten-, Trinkwasser-, Aluminium-, Eisen- und Coltanvorräte. Wir sind eine Großmacht im Bereich der Energie- und Naturressourcen“, so der Präsident.

    >>>Mehr zum Thema: USA nehmen offen Kurs auf Sturz legitimer Macht in Venezuela – Lawrow<<<

    Der zweite Grund ist ihm zufolge ideologischer Natur – nämlich gehe es darum, „das Vorbild, die Idee, den Geist von Simón Bolívar zu vernichten“ und „mit diesem Geist geistlich, kulturell und politisch aufzuräumen, um ohne Widerstand gegen den Neokolonialismus in den Ländern Lateinamerikas voranzukommen“.

    Die USA halten Maduro zufolge Lateinamerika für „ihren Hinterhof“.

    „Und wir sagen, dass wir kein Hinterhof von irgendjemandem sind; wir sind unabhängige Republiken“, betonte er.

    Vergangenen Mittwoch begannen in Caracas Massenproteste gegen den agierenden Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro. Der Vorsitzende des Parlaments des Landes, Juan Guaidó, erklärte sich am selben Tag zum Interimsstaatschef für die Zeit einer Übergangsregierung. Die USA und eine Reihe anderer Länder erkannten Guaidó als solchen an und forderten vom venezolanischen Präsidenten Maduro, dessen Wahl sie als illegitim erachten, keine Gewalthandlungen gegen die Opposition zuzulassen. Maduro verkündete, er sei der konstitutionelle Präsident und nannten das Oberhaupt des oppositionellen Parlaments eine „Marionette der USA“.

    Darüber hinaus brach Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ab und forderte die US-Diplomaten auf, innerhalb von 72 Stunden das Land zu verlassen. Allerdings hatte sich US-Außenminister Mike Pompeo geweigert, dieser Forderung nachzukommen. Pompeo erklärte, dass Maduro nicht über die entsprechenden Vollmachten für das Treffen einer solchen Entscheidung verfüge.

    Aktuell haben neben den USA Brasilien, Kanada, Argentinien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama, Paraguay, Peru, Georgien, Albanien, Israel, Australien und eine Reihe anderer Länder den Status von Guaidó als Interimsstaatschef anerkannt.

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    Tags:
    Eisen, Aluminium, Trinkwasser, Reserven, Diamanten, Öl, Gas, Nicolás Maduro, Venezuela, USA