20:26 09 August 2020
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    Laut Informationen der US-Zeitung „Washington Post“ soll Moskau im letzten Jahr Nordkorea einen geheimen Vorschlag unterbreitet haben. Nun haben Russlands Außenministerium sowie der russische Botschafter in Pjöngjang diesen Bericht gegenüber russischen Medien kommentiert.

    Am Dienstagabend veröffentlichte die „Washington Post“ einen Artikel, in dem unter Berufung auf US-Beamte berichtet wurde, dass russische Behörden vermeintlich die Errichtung und den Betrieb eines Atomkraftwerks in Nordkorea im Gegenzug für die Denuklearisierung des Landes angeboten hatten.

    Das Blatt bezeichnete dies als „einen neuen Versuch Moskaus, sich in die risikoreichen Nuklearverhandlungen einzumischen“.

    Alexander Mazegora, Russlands Botschafter in Pjöngjang, dementierte am Mittwoch allerdings diese Informationen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel:Wahleinmischung, Cyberattacken, Atomwaffen: US-Aufklärungschef spricht vor Senat<<<

    Moskau habe sich nie mit dem Angebot an die nordkoreanischen Behörden gewandt, ein Atomkraftwerk im Austausch für den Verzicht auf Kernwaffen zu bauen. 

    Laut Mazegora ist „jedem, der etwas vom Thema versteht, die Torheit dieser Vermutung klar“.

    Russlands Außenministerium in Moskau
    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Der Diplomat erklärte, dass es dem nordkoreanischen Markt an Mitteln fehle, um die Kosten des AKW-Betriebs durch Russland zu decken. Der Bau des Werks wäre ebenfalls nicht rentabel, da dafür das ganze Energieversorgungsystem des Landes modernisiert werden müsste.

    „Sonst wäre ein AKW genauso gefährlich wie der ganze gegenwärtige Nuklearbestand der Republik“, so Mazegora.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Washingtons und Pjöngjangs Geheimdienste hatten seit 2009 geheime Kontakte – WSJ<<<

    Der Vize-Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, kommentierte den Artikel ebenfalls und verwies auf einen „völlig falschen Ansatz“ der US-Medien in der Berichtserstattung über die Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang.

    „Alles, was wir im Rahmen der Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Pjöngjang tun, entspricht in vollem Umfang den Anforderungen der Resolution des UN-Sicherheitsrates sowie unserer eigenen Gesetzgebung“, erläuterte Rjabkow.

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    Tags:
    Denuklearisierung, AKW, Washington Post, Alexander Mazegora, Sergej Rjabkow, Moskau, Pjöngjang, Nordkorea, Russland