SNA Radio
    Ursula von der Leyen mit Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

    U-Ausschuss zu Berateraffäre im Verteidigungsministerium beschlossen

    © AP Photo / Thomas Peter
    Politik
    Zum Kurzlink
    14850

    Die Berateraffäre im Verteidigungsministerium wird durch einen Untersuchungsausschusses des Bundestags geklärt, wie das Portal n-tv.de am Mittwoch mitteilt. EU-Armee: Berlin wird am Katzentisch zuhören, wie Paris Zukunft plant – Welt

    Die Einsetzung des Gremiums wurde mit den Stimmen der Opposition im Verteidigungsausschuss beschlossen, so das Portal. Die Vertreter der großen Koalition enthielten sich, hieß es. Die Einsetzung des Ausschusses war noch vor zwei Wochen am Widerstand der Union und SPD gescheitert.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Offenbar Anschlag in Deutschland vereitelt: Drei Flüchtlinge festgenommen – BKA<<<

    Der U-Ausschuss soll nun der Frage nachgehen, wie es zu den Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Berateraufträgen im Verteidigungsministerium des Landes kam. Laut der Agentur AFP sollen dort millionenschwere Verträge unter Umgehung des Vergaberechts vergeben worden sein, auch der Vorwurf der Vetternwirtschaft stehe im Raum.

    >>>Weitere Sputnik-Artilkel: EU-Armee: Berlin wird am Katzentisch zuhören, wie Paris Zukunft plant – Welt<<<

    Die Berateraffäre wurde im August ausgelöst, nachdem der Bundesrechnungshof einen Bericht publiziert hatte, der die Effizienz der Miteinbeziehung von externen Beratern in Frage stellte.

    Dem Bericht zufolge hatte das Ministerium Aufträge für externe Unternehmensberater für das neu eingerichtete Cyber-Kommando regelwidrig vergeben. Es handelte sich dabei um mindestens 200 Millionen Euro für den externen Sachverstand in den Jahren 2015 und 2016.

    Insgesamt soll die Behörde laut eigenen Angaben zusätzlich 343 Millionen Euro für externe Leistungen gefordert haben. Zehn Prozent davon machten sogenannte „beratende Leistungen” aus.

    >>>Mehr zum Thema: Trotz Verschwendungsvorwürfen: Von der Leyen will weitere Millionen für Berater<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Untersuchung, Verteidigungsministerium Deutschlands, Bundestag, Bundeswehr, Deutschland