21:33 29 Oktober 2020
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    Jene Migranten, die sich an Bord des seit zwei Wochen blockierten Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch befinden, dürfen schließlich an Land. Sieben EU-Länder erklärten sich laut dem italienischen Premierminister, Giuseppe Conte, zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit.

    Auch Deutschland will Medienberichten zufolge Migranten von dem Schiff aufnehmen. Das Schiff musste zwei Wochen lang vor der sizilianischen Küste ausharren, weil es in Italien nicht anlegen durfte.

    Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor erklärt, dass die Flüchtlinge in Italien nur in dem Fall an Land gehen könnten, wenn sie anschließend von Deutschland oder den Niederlanden aufgenommen würden.

    Die italienische Regierung hatte zudem auch ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht,  dass die „Sea-Watch 3“ die Migranten nicht nach Tunesien als nächstgelegenem „sicheren Hafen“ gebracht, sondern eine hunderte Seemeilen lange Fahrt nach Italien absolviert habe. Italien pocht seit langem auf eine gerechte Verteilung der Migranten auf andere EU-Staaten.

    Italien, Deutschland, Malta, Frankreich, Portugal, Rumänien und Luxemburg hätten der Aufnahme von Flüchtlingen zugesagt, so der italienische Regierungschef. Er dankte ausdrücklich Luxemburg, das als letztes Land das Umverteilungsabkommen unterzeichnet hatte.

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    Tags:
    Rettungsschiff, Migranten, Italien, Libyen, Deutschland