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07:11 19 Oktober 2019
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    Trident II (Symbolbild)

    Neuer US-Sprengkopf: Lawrow warnt vor Risiken eines Atomkonfliktes

    © AP Photo / Phil Sandlin
    Politik
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich zur Information über den Produktionsstart des neuen Kleinsprengkopfs vom Typ W76-2 geäußert.

    Am Montag hatte die Zeitung „Defense News“ unter Berufung auf Vertreter der Nationalen Verwaltung für Nukleare Sicherheit (National Nuclear Security Agency) berichtet, dass die USA mit der Herstellung der ersten Partie der Sprengköpfe vom Typ W76-2 begonnen hätten.

    Sprengkopf vom Typ W76-2

    Die neuen Sprengköpfe sollen demnach bis zum Ende des Finanzjahres 2019 an die US Navy übergeben werden. Ihre genaue Zahl wurde dabei nicht präzisiert.
    Die Waffen werden demnach in der Werksanlage Pantex Plant im US-Bundesstaat Texas produziert. Diese seien auf Basis der W76-1-Sprengköpfe entwickelt worden, mit denen die ballistischen Raketen Trident II ausgerüstet werden.

    Medienberichten zufolge beträgt die Sprengkraft der W76-2 fünf bis sieben Kilotonnen, während sich jene der in den 1970er Jahren geschaffenen W76-1 auf 100 Kilotonnen beläuft.

    Lawrow nimmt Stellung

    In Bezug auf die Verkündung des Produktionsstarts eines neuen Sprengkopfs in den Vereinigten Staaten verwies Russlands Außenminister, Sergej Lawrow, darauf, dass dieses Thema bereits in der vergangenen Übersicht der Washingtoner Atompolitik enthalten war.

    „Bereits damals zeigten wir unsere ernsthafte Besorgnis darüber, dass die Entwicklung  der Kleinmunitionseinheiten solcher Art die Schwelle des Einsatzes von Atomwaffen senkt und natürlich Risiken eines Atomkonfliktes erhöht“, erläuterte er.

    Der Start der Herstellung des Kleinsprengkopfs vom Typ W76-2 „erhöht selbstredend die Sicherheit in der modernen Welt nicht“.

    Russland wird ihm zufolge beobachten, wie Europa auf den Start der Herstellung dieser Waffe reagieren werde. Europa habe gewollt und ungewollt die einseitigen Handlungen unterstützt und nachgespielt:

    „Ich meine den einseitigen US-Austritt aus dem ABM-Vertrag, den Start der Verlegung der globalen US-Raketenabwehr, darunter auch auf dem europäischen Kontinent, die Torpedierung des INF-Vertrags, die sich bei der faktischen Unterstützung der ganzen Nordatlantikallianz ereignete.“

    Im Juni 2018 war berichtet worden, dass das US-Verteidigungsministerium erste Entwurfspläne für mehrere „kleine Atomwaffen“ erstellt hätte, welche neue Optionen für Präzisionsschläge eröffnen sollen. Diese Waffen sollten demnach als Druckmittel gegen Russland verwendet werden.

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    Tags:
    Rakete, Sprengkopf, Produktion, Waffen, Trident-II-Rakete, Sergej Lawrow, Texas, USA, Russland