08:30 10 Dezember 2019
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    Juan Guaido

    EU-Parlament erkennt Guaidó als „legitimen Präsidenten“ Venezuelas an

    © REUTERS / Manaure Quintero
    Politik
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    Das EU-Parlament hat am Donnerstag in einer Resolution den Oppositionsführer Juan Guaidó als „legitimen Übergangspräsidenten“ Venezuelas anerkannt.

    Für die Resolution stimmten 439 Abgeordnete. 104 waren dagegen, 88 enthielten sich der Stimme.   

    Das EU-Parlament erkenne Herrn Guaidó als Übergangspräsidenten „in Übereinstimmung mit der venezolanischen Verfassung“ an und drücke seine „volle Unterstützung“ für dessen Fahrplan aus, heißt es in dem Dokument.

    Gleichzeitig werden darin die Regierungen der EU-Staaten aufgefordert, dieser Entscheidung zu folgen.

    Damit ist das EU-Parlament die erste europäische Behörde, die Guaidó als venezolanischen Staatschef anerkennt.

    Zuvor hatte der amtierende Präsident Nicolas Maduro das Ultimatum der EU abgelehnt, wonach umgehend Neuwahlen im lateinamerikanischen Land abgehalten werden sollten. In einem Sputnik-Interview erklärte Maduro allerdings, er sei für Verhandlungen mit der Opposition bereit.

    Lesen Sie auch >>> Venezuela: Entmachtungsversuch nach Telefonat mit US-Vizepräsident Pence erfolgt

    Vergangenen Mittwoch begannen in Caracas Massenproteste gegen den agierenden Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro. Der Vorsitzende des Parlaments des Landes, Juan Guaidó, erklärte sich am selben Tag zum Interimsstaatschef für die Zeit einer Übergangsregierung.

    Die USA und eine Reihe anderer Länder erkannten Guaidó als solchen an und forderten vom venezolanischen Präsidenten Maduro, dessen Wahl sie als illegitim erachten, keine Gewalthandlungen gegen die Opposition zuzulassen. Maduro verkündete, er sei der konstitutionelle Präsident und nannten das Oberhaupt des oppositionellen Parlaments eine „Marionette der USA“.

     

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    Tags:
    Präsident, EU-Parlament, Nicolas Maduro, Juan Guaidó, Venezuela