02:55 20 Juni 2019
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    Aufklärungflugzeug vom Typ P-8A Poseidon (Archiv)

    US-Spionageflüge an Russlands Grenzen: Ende ist nicht in Sicht – Experte

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    Drei Aufklärungsflugzeuge der US Air Force haben am Morgen des 31. Januar unweit der Halbinsel Krim patrouilliert. Die Aufklärungsflüge haben insgesamt rund acht Stunden gedauert, wie aus den Daten des Flugtreckers „Plane Radar“ hervorgeht. Der Militärexperte und Fachjournalist Boris Roschin erklärt die Hintergründe.

    Dass Spionageflugzeuge und —drohnen an russischen Grenzen patrouillieren, habe System und sei Teil der Nato-Strategie zur Überwachung der russischen Streitkräfte an Russlands Westgrenzen, sagt der Experte.

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    „Diese Maßnahmen sind in den letzten zwei Jahren verstärkt worden, weil die USA ihre Militärpräsenz in Osteuropa weiter verstärken und ihre Propagandakampagne wegen einer angeblichen russischen Aggression weiter aufdrehen“, so der Analyst.

    Nato-Aufklärungsflüge fänden permanent über der Ostsee und über dem Schwarzen Meer statt. Auch über dem Donbass seien US-Spionageflugzeuge gesichtet worden.

    Am Morgen des 31. Januar beispielsweise flog eine Boeing RC-135V der US Air Force über dem Schwarzen Meer. Das Aufklärungsflugzeug war auf der Nato-Basis auf der griechischen Insel Kreta gestartet und hatte Kurs auf die Halbinsel Krim genommen. Es folgten eine Lockheed ЕР-3Е ebenfalls aus Griechenland und eine Boeing P-8A Poseidon, die auf Sizilien startete.

    Ein Ende dieser Maßnahmen sei nicht abzusehen, so der Experte Roschow. Aber: „Russland ergreift Gegenmaßnahmen. Die Flüge der US Air Force werden überwacht und von russischen Kampfflugzeugen begleitet, um der Nato zu zeigen, dass ihr Vorgehen von den russischen Streitkräften kontrolliert wird.“

    „Angesicht der Gesamtlage in den russisch-amerikanischen Beziehungen steht nicht zu erwarten, dass sich etwas ändern wird“, sagt der Fachjournalist.

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    Das russische Verteidigungsministerium hat die USA aufgerufen, die Aufklärungseinsätze einzustellen. Das Pentagon hat die Aufforderung zurückgewiesen. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte, das aus mehreren Truppengattungen bestehende russische Kontingent auf der Krim lasse keinen Raum für potentielle Übergriffe auf russisches Gebiet. Das Truppenkontingent spiele eine maßgebliche Rolle für Russlands Sicherheit.

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    Tags:
    Sicherheit, Aufklärung, Grenze, Überwachung, P-8A Poseidon, RC-135V, NATO, Russland