17:08 17 Juni 2019
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    NATO-Zentrale in Brüssel während des Gipfels der Militärallianz (Archivbild)

    Weißrusslands Außenamt: NATO an Ostflanke Europas nicht gegen uns gerichtet

    © AFP 2019 / Pool / Justin Tallis
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    Weißrussland betrachtet eine erweiterte Präsenz der NATO-Kräfte im Osten Europas nicht als eine Bedrohung seiner Sicherheit. Das erklärte der Vizeaußenminister Weißrusslands, Oleg Krawtschenko, am Donnerstag in Washington.

    „Natürlich schafft das zusätzliche Sicherheitsrisiken in der Region. Aber wir sehen keine unmittelbare Gefahr für Weißrussland. Wir sind nicht der Ansicht, dass sie auf uns zielen“, sagte er.

    Zugleich wies Krawtschenko darauf hin, dass Minsk erhöhte Aktivitäten der NATO unweit seiner Grenzen nicht billigt. „Wir und Russland sind militärisch und politisch verbündet, mit allen daraus resultierenden Folgen.“

    Der Minister teilte auch mit, dass Minsk jegliche Einschränkungen in Bezug auf die Zahl von US-Diplomaten in Weißrussland aufgehoben hatte. „Wir sind für eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA und zur Europäischen Union. Dazu muss aber noch viel getan werden. Zugleich wollen wir gute Beziehungen zu Russland erhalten“, sagte Krawtschenko.

    Zuvor hatte Minsk den Ausbau der Militärpräsenz und der Infrastruktur der Allianz an der Grenze des Unionsstaates Russlands und Weißrussland als eine Bedrohung angesehen. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hatte erklärt, dass die weißrussischen Truppen im Fall eines Konflikts Russlands mit dem Westen als erste kämpfen werden. Die Reaktion von Moskau und Minsk auf die Verstärkung der nordatlantischen Allianz bezeichnete der Präsident als „angemessen“.

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    Im vergangenen Oktober hatte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärt, dass militärische Aktivitäten der NATO an den Grenzen Russlands seit dem Kalten Krieg beispiellos sind.

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    Tags:
    Ausbau, Militärpräsenz, Reaktion, NATO, Oleg Krawtschenko, Alexander Lukaschenko, Sergej Schoigu, Weißrussland, Russland