15:13 24 Oktober 2020
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    Die USA haben keine Pläne, nach dem Ausstieg aus dem INF-Vertrag zum Verbot bodengestützter Raketen kurzer und mittlerer Reichweite neue Atomwaffen in Europa zu stationieren. Das erklärte ein ranghoher Mitarbeiter der US-Administration am Freitag in Washington.

    „Wir blieben diesem Vertrag mehr als 31 Jahre treu. Jetzt brauchen wir Zeit, um zu bestimmen, welche Waffen stationiert werden sollten. Aber schon jetzt wissen wir ganz genau, dass ausschließlich konventionelle Varianten erwogen werden“, sagte der Amtsträger, der anonym bleiben wollte. Er dementierte ferner Behauptungen, dass die USA nach einem Wettrüsten bestrebt sind.

    „Falls die USA aus dem Vertrag aussteigen, wird die Administration den Kongress möglicherweise um zusätzliche Mittel für Entwicklungen ersuchen, die dem Vertrag nicht entsprechen… Unsere integrierte Strategie besteht darin, gegen den Vertrag verstoßende Systeme zu untersuchen, ohne den Vertrag dabei zu verletzen.“ Zu diesem Zweck habe der Kongress im vergangenen Jahr 48 Millionen Dollar bewilligt, sagte er.

    >>>Mehr zum Thema: „Nicht erneut Ort der Rivalität werden“: EU fordert Beibehaltung von INF-Vertrag<<<

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die USA den INF-Vertrag zum 2. Februar dieses Jahres aussetzen und im Laufe von sechs Monaten komplett aussteigen.

     

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    Tags:
    Ausstieg, Pläne, Stationierung, Waffen, INF-Vertrag, Europa, USA