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07:28 21 Oktober 2019
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    Venezuelas Oppositionsführer und Parlamentschef Juan Guaido

    Venezuela: Guaidó räumt Schaden für chinesische Projekte ein

    © AFP 2019 / Federico PARRA
    Politik
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    Venezuelas Oppositions- und Parlamentschef Juan Guaidó, der sich selbst zum Staatschef erklärt hat, räumt ein, dass chinesische Projekte in dem südamerikanischen Land zu Schaden gekommen seien, und macht Amtsinhaber Nicolás Maduro dafür verantwortlich. China ist mit mehr als 60 Milliarden Dollar Investitionen der wichtigste Geldgeber Venezuelas.

    „Maduro wird immer mehr isoliert und handelt größtenteils im Alleingang. China ist direkter Zeuge der Ausplünderung unserer staatlichen Ressourcen durch die Regierung Maduro", sagte Guaidó in einem Interview für die Zeitung „South China Morning Post“. "Die (chinesischen) Entwicklungsprojekte in Venezuela sind gleichermaßen wegen Korruption in der Regierung und wegen des Defaults zu Schaden gekommen.“

    Zugleich versprach Guaidó China, alle Abkommen zwischen Peking und Caracas zu erfüllen — jedoch unter einer Bedingung. „Wenn die bisherigen Abkommen entsprechend dem Billigungsverfahren in der Nationalen Versammlung unterzeichnet wurden, wird meine Regierung sie akzeptieren und einhalten“, sagte er gegenüber der Zeitung.

    China ist seit Jahren einer der wichtigsten strategischen Partner Venezuelas im Ölindustriebereich und der Hauptgläubiger des Landes. Trotz der Finanzkrise und schweren Wirtschaftslage in Venezuela hat Peking immer seine Unterstützung für Caracas bekundet. Die Investitionen Chinas in die venezolanische Wirtschaft im Rahmen der Projekte unter chinesischer Beteiligung haben im Jahr 2018 insgesamt 62 Milliarden US-Dollar betragen.

    Während des China-Besuchs des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im September vorigen Jahres hatten sich die Seiten auf die gemeinsame Umsetzung eines Plans zur Steigerung der Ölförderung und folglich auch der Öllieferungen geeinigt. Der Plan sieht Investitionen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar vor.

    In Venezuela war es am 21. Januar zu Massenprotesten gegen den jetzigen Präsidenten Nicolás Maduro gekommen. Parlamentschef Juan Guaidó erklärte sich am 23. Januar zum Staatschef für die Zeit der Tätigkeit der provisorischen Regierung. Die USA und einige andere Länder erkannten Guaidó umgehend als legitimen Präsidenten an. Russland bekundete seine Unterstützung für Maduro als legitimen Präsidenten Venezuelas. Das Europäische Parlament hat am Donnerstag den selbsternannten Präsidenten Juan Guaidó offiziell anerkannt.

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    Tags:
    Projekte, Interview, South China Morning Post, Juan Guaido, Nicolas Maduro, Venezuela, China