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19:37 18 Juli 2019
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    Ein Su-30MKI-Jagdflugzeug der indischen Luftwaffe (Archivbild)

    Rüstung: Russische Suchoi-Kampfjets in Indien fest angesiedelt

    CC BY 2.0 / Bikash Das / Sukhoi - 30 MKI
    Politik
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    Indien kann bis zum Jahr 2020 zusätzliche Montagesätze von Su-30MKI-Kampfjets auf eigenem Territorium ankaufen. Die für die militärtechnische Zusammenarbeit zuständige russische Behörde FSWTS soll gegenüber der Zeitung „Kommersant“ offiziell bestätigt haben, dass der entsprechende Antrag seitens Indiens eingegangen ist.

    Zunächst soll die indische Zeitung „Business Standard“ über den Wunsch von Delhi berichtet haben, 18 weitere Sätze für die Montage von Su-30MKI-Kampfjets im staatlichen Flugzeugbauunternehmen Hindustan Aeronautics Limited (HAL) zu erwerben. Demnach erwarten die indischen Luftstreitkräfte, dass sie die ersten Montagesätze im Jahr 2020 geliefert werden; der Gesamtgeschäftsbetrag werde sich schätzungsweise auf etwa 1,1 Milliarden US-Dollar belaufen.

    Nach Angaben eines Top-Managers des Flugzeugherstellers müssen beide Seiten weitere Verhandlungsrunden durchführen, um die finanziellen Eckdaten des Deals zu vereinbaren. Dabei seien „keine ernsthaften Hindernisse angesichts des etablierten Interaktionssystems in Bezug auf Su-30MKI zu erwarten“.

    Der russische Waffenexporteuer Rosoboronexport habe sich mit Kommentaren zu dieser Information zurückgehalten, teilt „Kommersant“ mit.  Dabei habe die für die militärtechnische Zusammenarbeit zuständige russische Behörde FSWTS den Antrag der indischen Seite hinsichtlich der Montagesätze für Su-30MKI-Jets offiziell bestätigt, ohne jedoch auf Details einzugehen.  

    Der Kauf von Su-30MKI-Jets ist laut Konstantin Makijenko, einem Experten des Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien, für das indische Militär „praktisch alternativlos“. „Dies ist nicht nur der einzige Weg, um das Schrumpfen der Flugzeugflotte der indischen Luftstreitkräfte zu bekämpfen, sondern auch möglicherweise die einzige Möglichkeit, die Kapazitäten des HAL-Konzerns voll auszulasten, da die Produkte anderer Akteure auf dem Rüstungsmarkt direkt geliefert werden und keinen Standort in Indien vorsehen“, so der Experte.

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    Für die russischen Flugzeughersteller sei der neue mögliche Vertrag nicht nur aus finanziellen Gründen wichtig, schreibt „Kommersant“ unter Verweis auf einen Gesprächspartner. Das Irkutsker Luftfahrzeugwerk müsse seine Kapazitäten auslasten, bevor es mit der Serienfertigung des zweistrahligen Mittelstreckenflugzeugs des Typs Irkut MS-21 beginne, das als Schlüsselprojekt der zivilen Luftfahrt gelte.    

    Die von Indien bestellte Su-30MKI, eine Version des russischen Mehrzweck-Kampfflugzeugs Su-30, ist mit Triebwerken mit einem abweichenden Schubvektor und einem Radar vom Typ H011 „Bars” ausgestattet. Das durch hohe Auflösungskraft und Leistung geprägte Radar ist in der Lage, Raketen in Luft- und Bodenziele zu lenken.

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    Tags:
    Kampfjet, Su-30MKI, FSWTS, Rosoboronexport, Indien, Russland