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21:29 19 Oktober 2019
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    Russisches Außenministerium

    Entwicklung landgestützter Mittelstreckenraketen: Moskau will symmetrisch agieren

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
    Politik
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    Russland behält sich das Recht vor, in Bezug auf die Entwicklung und Stationierung von landgestützten Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite symmetrisch zu handeln. Das folgt aus einer Mitteilung des russischen Außenministeriums auf seiner offiziellen Webseite.

    „Angesichts der neuen Bedrohungen, die von Washington geschaffen werden, sind wir gezwungen, alles Nötige zu tun, um unsere nationale Sicherheit zu gewährleisten. Russland behält sich das Recht vor, in Bezug auf die Entwicklung, Produktion und Stationierung von landgestützten Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite symmetrisch zu handeln“, heißt es.

    Wie weiter verlautete, ist Moskau offen für einen inhaltlichen Dialog zum Thema INF-Vertrag, sollte Washington seine destruktive Position revidieren sowie zur Beibehaltung des Vertrages zurückzukehren.

    Zugleich machte das russische Außenministerium Washington für die negativen Folgen für die internationale Sicherheitsarchitektur infolge des US-Ausstieges aus dem INF-Vertrag verantwortlich.

    Was den INF-Vertrag anbelange, habe Moskau beispiellose Transparenzmaßnahmen getroffen. Die USA hätten aber alle Anstrengungen entweder ignoriert oder blockiert.

    Mit dem Abschied vom INF-Vertrag hätten die USA einen weiteren schweren Schlag gegen das System der Rüstungskontrolle ausgeführt, so das Ministerium.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angekündigt, dass Washington am 2. Februar mit dem Ausstiegsverfahren aus dem INF-Vertrag beginne.

    Nach den USA setzt auch Russland den bilateralen Vertrag über die Vernichtung nuklearer Mittelstreckensysteme aus. Dies erklärte Staatspräsident Wladimir Putin am Samstag in Moskau. Nach russischen Angaben halten sich die USA seit fast 20 Jahren de facto nicht mehr an den Abrüstungsvertrag.

    Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 von den damaligen Staatschefs der UdSSR und der USA, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, unterzeichnet worden. Darin verpflichteten sich beide Staaten, sämtliche Raketen mit mittlerer (1000 bis 5500 Kilometer) und kürzerer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite zu vernichten und keine neuen mehr zu produzieren.

     

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    Tags:
    Entwicklung, Raketen, INF-Vertrag, Außenministerium, Donald Trump, Ronald Reagan, Michail Gorbatschow, UdSSR, USA, Russland