01:25 12 Dezember 2019
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    Simonjan und russische Botschafter kommentieren Kanadas Sputnik-Sperre

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    Politik
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    Kanada hat der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti sowie Sputnik die Akkreditierung für die Zusammenkunft der Lima-Gruppe entzogen. Laut der Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan und der russischen Botschaft in Ottawa verletzt dieser Schritt die Meinungsfreiheit und zeugt von einer Doppelmoral.

    Der Pressedienst der russischen Botschaft in Kanada bezeichnete den Akkreditierungsentzug als „schändlich“ und einer „entschlossenen Verurteilung würdig“.

    „Die gezielte Hetzjagd gegen die Nachrichtenagenturen Sputnik und RIA Novosti, sowie des in Kanada ordnungsgemäß akkreditierten TASS-Korrespondenten widerspricht dem Bekenntnis der kanadischen Seite zur Meinungsfreiheit und ist nichts anderes als eine politisch motivierte Verfolgung von Journalisten“, hieß es in der Erklärung.

    Der Botschaftssprecher rief Kanada außerdem dazu auf, die gleichen Regeln zu achten, deren Einhaltung es von anderen fordere.

    Der Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan zufolge ist dieser Schritt Ottawas eine weitere Enttäuschung über die Authentizität der „westlichen Werte“.

    „Nun besteht auch in Kanada die Redefreiheit nur für diejenigen, welche die ‚richtigen‘ Meinungen vertreten und keine unnötigen Fragen stellen. Mit solchen Prinzipien wollen sie offenbar ein neues demokratisches Venezuela aufbauen“, erläuterte sie.

    Zuvor war berichtet worden, dass Kanadas Außenministerium Korrespondenten der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti sowie Sputnik die Akkreditierung für das Treffen der Lima-Gruppe verweigert hatte.

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    Dem Ressort zufolge hatte sich der Sputnik-Korrespondent gegenüber dem kanadischen Außenminister „nicht höflich genug“ verhalten.

    Die sogenannte Lima-Gruppe ist ein multilaterales Gremium mit zwölf Teilnehmerländern. Ziel des Gremiums ist es, einen friedlichen Ausgang der Krise in Venezuela zu erreichen.

    In Venezuela herrscht bereits seit Wochen eine Staatskrise. Der Chef der Opposition, Juan Guaido, hatte sich selbst am 23. Januar mit Unterstützung der USA zum Übergangsstaatschef erklärt.

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    Die USA sowie die Mehrheit der Staaten in Lateinamerika haben Guaidó als Staatschef Venezuelas anerkannt. Russland, China, Mexiko und die Türkei unterstützen weiterhin den amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro.

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    Krise, Akkreditierung, RIA Novosti, Sputnik, russische Botschaft in Kanada, Lima-Gruppe, Margarita Simonjan, Venezuela, Russland, Kanada