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18:44 17 Juli 2019
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    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu

    Schoigu nennt konkrete Pläne nach INF-Aus

    © Sputnik / Alexey Druzhinin
    Politik
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    Erst drei Tage nach dem Ausstieg aus dem INF-Vertrag hat Moskau die Entwicklung neuer bodengestützter Raketen angekündigt: Verteidigungsminister Sergej Schoigu sprach am Dienstag über konkrete Pläne Russlands in diesem Bereich.

    In den Jahren 2019 bis 2020 werde der Bau der landgestützten Variante des Marschflugkörpers „Kalibr“ mit einer größeren Reichweite geplant. Schoigu betonte, dass sich die „Kalibr“-Marschflugkörper im Syrien-Konflikt bewährt hätten.

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    „Außerdem muss man die Reichweite der bodengestützten Raketenkomplexe erhöhen, die derzeit entwickelt werden“, betonte der Verteidigungsminister.

    Damit reagiere Moskau auf die Entwicklung von landgestützten Raketen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern durch Washington. Diese „symmetrische Antwort“ sei von Präsident Wladimir Putin angeordnet worden.

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    Am Samstag hatte Putin erklärt, dass auch Russland als Reaktion auf die Aufkündigung des Abkommens durch die USA den INF-Vertrag aussetzt. Neue Verhandlungen mit den USA zu dem Thema sind laut Putin nicht geplant: „Wir wollen warten, bis unsere Partner reif genug sind, um mit uns einen gleichwertigen und sinnvollen Dialog über dieses wichtige Thema zu führen.“

    Am 1. Februar hatte Washington den Ausstieg aus dem Abkommen über nukleare Mittelstreckensysteme angekündigt, das im Jahr 1987 von Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichnet wurde. Die USA warfen Russland vor, den Vertrag mit der Produktion des landgestützten 9M729-Marschflugkörpers verletzt zu haben. Moskau beteuerte seinerseits, dass der Marschflugkörper INF-konform sei, und beschuldigte Washington wiederum, Abschussvorrichtungen in Polen und Rumänien stationiert zu haben, die gegen das Abkommen verstoßen.

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    Tags:
    INF, Vertrag, Marschflugkörper, Raketen, Kalibr-Rakete, Sergej Schoigu, USA, Russland