23:13 26 November 2020
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    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den 24. April zum Tag der Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg in Frankreich erklärt. Aus der Türkei kam scharfe Kritik an dieser Entscheidung.

    Macron äußerte sich über seine Entscheidung am Dienstagabend vor Vertretern der armenischen Gemeinde in Frankreich. Er habe den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan im Vorfeld über diesen Schritt informiert.

    Paris hatte bereits 2001 die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord eingestuft. Die Bundesregierung tat dies im Jahr 2016, was eine diplomatische Krise mit der Türkei nach sich zog. Ankara lehnt es kategorisch ab, den Mord an bis zu 1,5 Millionen Armeniern als Genozid zu bezeichnen.

    Ankara hat sich über die Entscheidung Macrons empört gezeigt. Der Pressesprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprach von einer „politischen Lüge“: „Die Behauptungen über das sogenannte Genozid an den Armeniern sind eine politische Lüge, die jeder rechtlichen Grundlage entbehrt und historischen Fakten widerspricht.“

    Macron versuche zudem vor dem Hintergrund der Proteste in Frankreich dieses historische Ereignis zu seinen eigenen Zwecken zu nutzen.

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    Tags:
    Völkermord, Genozid, Emmanuel Macron, Paris, Frankreich, Armenien