05:58 23 April 2019
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    Rom, Italien (Symbolbild)

    Frankreich zieht Botschafter aus Italien ab

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    Politik
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    Frankreich hat am Donnerstag seinen Botschafter in Rom Christian Masset zu Konsultationen nach Paris zurückgerufen.

    Hintergrund war ein heimliches Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio mit Vertretern der so genannten Gelbwesten-Bewegung in Frankreich.

    Das französische Außenministerium bezeichnete dies in einer Erklärung als eine „inakzeptable Provokation“. „Sie verletzen den Respekt, den demokratisch und frei gewählte Regierungen einander schulden“, kritisierte die Behörde.

    Die italienische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega-Partei von Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini unterstützt ganz offen die französischen Demonstranten, die den Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron wollen.

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    Die Massenproteste der „Gelbwesten“ hatten in Frankreich am 17. November 2018 mit der Forderung begonnen, keine Steuererhöhungen für Kraftstoff und Benzin zu erlassen.

    Obwohl die französische Regierung die Steuererhöhungen ausgesetzt und eine Anhebung des Mindestlohns angekündigt hat, setzen sich die Proteste fort.

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    Seit Beginn der Demonstrationen wurden mehr als 2.000 Menschen verhaftet und mindestens zehn Menschen waren bei den Protesten ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Botschafter, Gelbwesten, Matteo Salvini, Emmanuel Macron, Italien, Frankreich