15:53 21 September 2020
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    Moskau soll laut einer Bloomberg-Meldung Zweifel haben, ob es den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro weiter unterstützen wird. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, weist diese Berichte jedoch entschieden zurück.

    Am Mittwoch meldete Bloomberg, Russland verliere zunehmend die Hoffnung, dass Maduro in Venezuela an der Macht bleiben könne.

    Laut Peskow hat sich die Haltung Moskaus auf keine Weise geändert.

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    Er unterstrich zudem, dass Russland keine Verhandlungen mit anderen Staaten Lateinamerikas über die Regelung der Situation in Venezuela führe.

    „Natürlich gibt es einen intensiven Meinungsaustausch mit allen ausländischen Partnern. Bei unseren Kontakten werden die Unzulässigkeit einer Einmischung von außen, die Schädlichkeit einer solchen Einmischung und die eventuellen katastrophalen Folgen eines gewaltsamen Eingreifens aus Drittländern in dieser Situation hervorgehoben“, erklärte Peskow gegenüber Reportern.

    In diesen Gesprächen informierte Russland die Partner „methodisch“ über seine Haltung, so der Kremlsprecher.

    Außerdem wies Peskow darauf hin, dass der Kreml keinen Plan zur Evakuierung des Präsidenten Nicolas Maduro aus Venezuela erarbeite.

    Vergangenen Monat begannen in Caracas Massenproteste gegen den agierenden Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro.

    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela (Asamblea Nacional), Juan Guaidó, während der Proteste zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt.

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    Die USA und einige lateinamerikanische Staaten erkannten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef an. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den USA inszenierten Putsch-Versuch sprach.

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    Tags:
    Pressedienst des Kremls, Bloomberg, Nicolás Maduro, Dmitri Peskow, Venezuela, Russland