03:29 15 November 2019
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    Angela Merkel bei der Sitzung der Bundesregierung

    Merkel weist Sorge vor russischer Gasabhängigkeit zurück

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Politik
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Warnungen vor einer zu großen Abhängigkeit von Russland durch den Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgewiesen. Dies teilte am Donnerstag die Agentur Reuters mit.

    „Wir wollen uns unter gar keinen Umständen allein von Russland abhängig machen”, zitiert Reuters Merkel. Deutschland werde daher gleichzeitig Gas-Terminals für Flüssiggas bauen. Russland sei aber schon im Kalten Krieg verlässlicher Gaslieferant Europas gewesen und werde dies auch weiter bleiben, „ohne das wir uns in eine einseitige Abhängigkeit begeben”, so Merkel am Donnerstag in Bratislava.

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    Zudem wolle Deutschland sicherstellen, dass die Ukraine Transitland für russisches Gas bleibe. Darüber rede sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin immer wieder, und das wolle man zusammen mit der EU durchsetzen.

    Auf die Frage, was sie zu Berichten sage, dass nun auch Frankreich den Bau der von den USA und osteuropäischen EU-Staaten kritisierten Pipeline ablehnen solle, ging Merkel nicht ein, so Reuters.

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    Zuvor war berichtet worden, dass Frankreich die Änderungen der Gasdirektive der EU unterstützen will, welche Auswirkungen auf die Gaspipeline Nord Stream 2 haben werden. Dies teilte das Außenministerium in Paris am Donnerstag mit. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung” vom plötzlichen Sinneswandel der Franzosen in Bezug auf die Gasleitung berichtet.

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    Tags:
    Nord Stream 2, Angela Merkel, Wladimir Putin, Bratislava, Europa, Berlin, Deutschland, Moskau, Russland, Ukraine