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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Nach Pipeline-Streit: Macron sagt Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz ab

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Politik
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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz überraschend abgesagt. Das schreibt am Donnerstag die Süddeutsche Zeitung.

    Demnach entfällt somit auch Macrons gemeinsamer Auftritt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, der am Samstag im Rahmen des zweiten Konferenztages stattfinden sollte.

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    Die Regierung in Paris kündigte am Donnerstag an, dass Frankreich sich bei der für Freitag anberaumten EU-Abstimmung zu Gaspipelines gegen Deutschland stellen wolle, was laut dem Blatt zu negativen Auswirkungen auf die Pläne für das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 führen könnte.

    Laut einem früheren SZ-Bericht befürchtet Paris, dass Europas Abhängigkeit von russischen Energielieferungen weiter zunehmen wird.

    Zur Begründung hieß es aber offiziell, dass es Terminschwierigkeiten gebe.

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    Henrik Enderlein, Direktor der deutsch-französischen Denkfabrik Jacques-Delors in Berlin und auch Vertrauter Macrons, bezeichnete die Absage gegenüber der „Süddeutschen” als „ein symbolisches Signal“ für eine „schleichende Entfremdung”. Er betonte, er mache sich diesbezüglich Sorgen.

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