18:39 22 November 2019
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    Eine Protestaktion im Minsk (Archivbild)

    Russischer Botschafter will raffinierten Plan der USA in Weißrussland entlarvt haben

    © Sputnik / Ramil Sitdikov
    Politik
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    Die USA und die EU führen laut dem russischen Botschafter in Minsk, Michail Babitsch, eine „gut geplante“ und „systematische“ Arbeit gegenüber Weißrussland durch, die darauf abzielt, Misstrauen zwischen Minsk und Moskau zu säen.

    „Dies ist nicht etwa Druck (auf Weißrussland – Anm. d. Red.), sondern eine gut geplante, organisierte, systematische und langjährige Arbeit. Dafür sind dutzende, hunderte Millionen Dollar und Euro über verschiedene Nichtregierungsorganisationen in den Bereichen Bildung, Kultur und humanitäre Projekte bereitgestellt worden. Es wird viel ideologische Arbeit sowie Beeinflussung von den Menschen, besonders der jüngeren Generation, ausgeübt. Es wird daran gearbeitet, völlig offensichtliche Tatsachen der Geschichte, die nicht zu bezweifeln sind, zu verzerren“, so Babitsch gegenüber dem TV-Sender RT.

    Manöver der polnischen und US-Truppen im Rahmen der Nato-Partnerschaft
    © REUTERS / Cezary Aszkielowicz/ Agencja Gazeta
    Eine solche Arbeit des Westens in Bezug auf Minsk ziele darauf ab, „die jahrhundertealten Bindungen“ zwischen den Völkern der Russischen Föderation und Weißrusslands zu „lösen“, zuerst Misstrauen zu säen und sie dann zur Feindschaft heranzuführen, dieses Territorium in humanitärer, ideologischer und wirtschaftlicher Hinsicht von Russland loszureißen“, so der Botschafter.
    Babitsch gab sich zurückhaltend hinsichtlich des möglichen Kurses von Minsk auf eine EU-Integration und sagte, er wolle keine „Umstände modellieren“.

    „Die Position Russlands zu diesem Thema hat der Präsident Russlands, Wladimir Putin, wiederholt zum Ausdruck gebracht. Sie besteht darin, dass ausschließlich das weißrussische Volk den Weg zu seiner Weiterentwicklung bestimmen wird, aber auch, wie der Staat sein und wie er sich entwickeln wird, welche Politik gegenüber den Nachbarn und Partnern betrieben werden wird. Wie sich die Menschen entscheiden werden, so muss es auch sein. Hier darf es keinen Druck oder Widerstand geben“, sagte der Botschafter weiter.

    In der letzten Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Weißrussland und dem Westen verbessert. Ein Grund dafür war die Rolle von Minsk bei der Beilegung des Konflikts in der Ostukraine. Die EU hat alle gegen Weißrussland verhängten Sanktionen, mit Ausnahme einiger restriktiver Maßnahmen, aufgehoben. Dabei war das Land seit etwa 20 Jahren dem politischen und wirtschaftlichen Druck seitens des Westens ausgesetzt. Zudem wurden auch persönliche Visa-Beschränkungen in Bezug auf den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko aufgehoben, die ihm keinen Besuch in EU-Ländern erlaubten.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Lukaschenko warnt vor Weißrusslands „Anschluss an irgendeinen Staat“

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    Tags:
    Sanktionsdruck, Sanktionen, EU, Michail Babitsch, Alexander Lukaschenko, Wladimir Putin, Weißrussland, USA, Russland