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08:03 19 Juli 2019
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    Kiewer Polizei (Archivbild)

    Ukrainische Polizisten bekennen sich zu Stepan Bandera

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Ukrainische Polizisten haben bei Facebook einen Flashmob unter dem Motto „Ich bin Bandera“ gestartet, berichtet das Portal Strana.ua.

    Die Aktion soll als Entschuldigung für die Worte eines ukrainischen Ordnungshüters betrachtet werden, der bei der Festnahme von Nationalisten vor dem Bezirkspolizeiamt Podolski in Kiew zu einem von ihnen schrie: „Hinlegen, Bandera!“.

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    Der Erste Stellvertreter des Chefs des Departements für Streifenpolizei, Alexej Biloschizki, schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Ich bin Bandera! Ich bin Polizeioffizier! Ich diene dem ukrainischen Volk! Ich unterstütze nicht Aufrufe wie ‚Hinlegen, Bandera!‘.“

    Der Chef der Nationalen Polizei, Sergej Knjasew, veröffentlichte im Netz ebenfalls entschuldigende Worte:

    „Ich bitte um Verzeihung. Ich bin ebenfalls Bandera-Anhänger. Ruhm der Ukraine!“

    Der Berater des Innenministers, Soran Schkirjak, hat eine Aufnahme von seinem Arbeitszimmer gepostet, wo ein Foto von Stepan Bandera ausgehängt ist.

    Er versah das Posting mit folgendem Text:

    „Ich bin ebenfalls Bandera-Anhänger und bin stolz darauf. Bandera ist mein Held.“

    Am Samstag hatte es vor dem Polizeiamt eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Spezialkräften der Polizei und einer Gruppe von rechtsradikalen Aktivisten aus der Organisation „S14“ gegeben, die eingetroffen waren, um ihre zuvor festgenommenen Mitläufer zu unterstützen. Einer der Bereitschaftspolizisten schlug auf einen Nationalisten ein und schrie: „Hinlegen, Bandera!“

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    Stepan Bandera war einer der Anführer der Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) (in Russland verboten). Die OUN-Kämpfer richteten 1943, während des Zweiten Weltkrieges, das so genannte Massaker von Wolhynien an, um dieses okkupierte Gebiet von der polnischen Bevölkerung zu „säubern“. Nach unterschiedlichen Angaben sind damals 30.000 bis 100.000 Menschen bestialisch ermordet worden.

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    Tags:
    Entschuldigung, Flashmob, Strana.ua, Facebook, Stepan Bandera, Ukraine