00:24 23 April 2019
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    US-Raketen in Polen (Archivbild)

    Polen will Russlands Pläne zur Kontrolle von Seewegen untergraben haben

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    Politik
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    Die Aufstellung einer mit NSM-Antischiffsraketen bewaffneten Küstenschutzdivision in Polen hat Hoffnungen Russlands auf die Kontrolle von Ostsee-Transportwegen endgültig zunichte gemacht. Das schreibt der polnische Militärexperte Maksymilian Dura in der Online-Ausgabe des Magazins Defence24.

    "Die NSM-Raketen mit einer Reichweite von 220 Kilometern ermöglichen es, die Bewegung ziviler Schiffe, die entlang der Ostseeküste nach oder von Russland aus unterwegs sind, zu blockieren", sagte der Experte. "Sie haben schließlich die Hoffnung der Russen begraben, dass sie die Seetransportwege beibehalten können", behauptet Dura. "Polnische Raketen werden auch russischen Schiffen die Erfüllung ihrer Aufgaben erschweren", fügte er hinzu.

    Gleichzeitig stellte der Experte fest, dass die neuen Fregatten nicht in der Lage sein werden, Polen eine effektive Luftabwehr vom Meer aus zu bieten, und Russland wird diese Schiffe "schnell und billig" zerstören können.

    Gleichzeitig sei Polen zuversichtlich, dass die wichtigste politische Aufgabe des Landes darin besteht, "das russische aggressive Potenzial zu neutralisieren", erinnert der nationale Nachrichtendienst.

    >>>Mehr zum Thema: Polen – potentieller Frontstaat gegen Russland nach INF-Aus?<<<

    Die von der norwegischen Firma Kongsberg Defence & Aerospace entwickelte und 2007 in Dienst gestellte Rakete NSM (Naval Strike Missile) kann auch gegen Bodenziele eingesetzt werden. Es gibt auch eine luftgestützte Modifikation. 2013 hatte Polen zwölf Startrampen und 48 Raketen gekauft. Im Dezember 2014 wurde eine zweite Partie bestellt.

     

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    Tags:
    Küstenschutz, Transportwege, Kontrolle, Raketen, Maksymilian Dura, Polen, Ostsee, Russland